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< Thüringen-Jahr: Engagiert für das Land
03.07.21

Zukunftsfähiges Thüringen

„Es grünt so grün, wenn..“, ja, nicht nur in Spanien blühen Blumen, sondern und vor allem in der Blumenstadt Erfurt. Doch das liegt nicht allein an den zahlreichen Garten- und Landschaftsbauern, die sich engagieren, die die Umgebung bepflanzen und damit zahlreichen Städten Thüringens ihr Aussehen geben. Viele Vereine, Organisationen, Institute und Einzelpersonen engagieren sich zum Thema Umwelt, Verkehr, Infrastruktur und vor allem für Nachhaltigkeit. Zukunftsfähiges Thüringen e.V. ist ein solcher Verein, der sich mit seinen verschiedenen Projekten wie dem Nachhaltigkeitszentrum Thüringen (NHZ) für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt. Nadine Baumann in Erfurt und Anna Allstädt in Arnstadt erzählen von ihrem Praktikum.


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Fotos: ©Stadtverwaltung Erfurt, Matthias Werner

Anna, wie bist du 2020 zu deinem Praktikum gekommen? Während des Psychologiestudiums habe ich ein Praktikum für das Zertifikat „Corporate Social Responsibility“ gesucht und ich wollte nicht aus Thüringen weg. Ich hatte zuerst Sorge, dass es im Freistaat Thüringen nichts Passendes gibt, bin dann
aber auf das NHZ gestoßen und war umso positiver überrascht, wie viele Vernetzungen Thüringen hat. Das Vereinsteam ist eine bunte Truppe aus den (Studien-) Richtungen Medien, Geografie, Geologie und ich mit Psychologie, die sich dem Thema Nachhaltigkeit zuwendet. Wir sind in vielen Bereichen aktiv, beispielsweise entwickeln wir Bildungsangebote und setzen diese in Workshops, Fachforen der auch in Kooperationen mit anderen Organisationen um.

Was waren Schwerpunkte in deinem Praktikum? Das Nachhaltigkeitsforum. Da waren meine Aufgaben im Bereich Organisation und Entwicklung, das Forum selbst war in Jena auf der Imaginata zum Thema „Gut leben und arbeiten“. Dort fanden Podiumsdiskussionen und thematische Werkstätten zum direkten Austausch statt, wegen Corona war natürlich mehr Organisation gefragt, um alle Hygienevorschriften einzuhalten. Trotz der Herausforderungen konnten sich die Teilnehmenden gut austauschen, vernetzen und neue Ideen sammeln. „Wir möchten durch unsere Vereinsarbeit Vernetzungen und Sichtbarkeit für Nachhaltigkeitsaktive in Thüringen schaffen“, ergänzt Nadine.

Was sind derzeitige Projekte? „Mit einem unserer Vereinsprojekte, RENN.mitte, stellen wir eine Wanderausstellung zum Thema Nachhaltigkeit bereit und diese wird auch sehr gut angenommen“, berichtet Nadine. Die Wanderausstellung „Wege in die Zukunft – für Dich und die Welt“ war bereits in Thüringer Schulen und Kirchen zu Gast. „Auf der diesjährigen BUGA werden viele Nachhaltigkeitsthemen, wie ‚Das BUGA Klassenzimmer‘ vorgestellt. Da werden wir als Verein auch mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops vertreten sein.“

Anna, was gefällt dir an der Arbeit? Der ganze Verein ist darauf ausgelegt, aktiv und gemeinsam mit vielen anderen etwas zu tun, um das Bewusstsein der Menschen für Nachhaltigkeit zu schärfen. Das beinhaltet politische Arbeit und die Unterstützung der Kommunen und der lokalen Akteure vor Ort, aber natürlich auch den Austausch mit der Gesellschaft. Unsere Bildungsangebote sind deshalb darauf ausgelegt, dass man gemeinsam verschiedene Stationen ablaufen kann oder über Spieleworkshops ins Gespräch kommt, indem man sich über das Erfahrene austauscht. Es ist für Klein und Groß etwas dabei, und das Wichtigste ist, dass die positive Erinnerung großen Nachklang findet.

Welche Wünsche habt ihr beide für die Zukunft? „Wir wünschen uns, überflüssig zu werden“, sagt Nadine. Der Idealzustand wäre, dass Nachhaltigkeit so weit in der Gesellschaft angekommen ist, dass es keine Wegbereiter und Manager in diesem Bereich mehr braucht. Wir haben ambitionierte Ziele und möchten diese umsetzen. Bereits bei der Berufswahl sollte Nachhaltigkeit eine Rolle spielen. Junge Menschen sollten sich die Frage stellen: Wie nachhaltig und umweltfreundlich ist mein neues
Unternehmen? Nachhaltigkeit ist nicht nur Klimaschutz und Umwelt, sondern Gleichberechtigung, Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung, Bildung – jeder einzelne wird für den Wandel gebraucht! Das Thema muss weiter gestärkt werden. Anna ergänzt: „Darüber reden ist wichtig, aber anpacken und Dinge in die Tat umsetzen noch mehr.“
(ba)