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10.10.20

Zeig doch mal: Das Bystronic Democenter!

Bystronic ist ein weltweit führender Anbieter von hochwertigen Lösungen für die Blechbearbeitung...


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Auszubildende Sarah

2019: Technologietag im Democenter | Fotos: Bystronic

Im Fokus liegt die Automation des gesamten Material- und Datenflusses der Prozesskette Schneiden und Biegen. Zum Portfolio gehören Laserschneidsysteme, Abkantpressen sowie entsprechende Automations- und Softwarelösungen. Umfassende Dienstleistungen runden das Angebot ab. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Niederönz (Schweiz). Weitere Entwicklungs- und Produktionsstandorte befinden sich in der Schweiz (Sulgen), Deutschland (Gotha), Italien (Cazzago San Martino und San Giuliano Milanese) und China (Tianjin und Shenzhen). In über 30 Ländern ist Bystronic mit eigenen Verkaufs- und Servicegesellschaften aktiv und in zahlreichen weiteren Ländern mit Agenten vertreten. Am Standort Gotha gibt’s aber nicht nur die großen Produktionshallen und das Verwaltungsgebäude, sondern seit 2006 auch das sogenannte Democenter. Was genau da dahintersteckt, zeigt uns Sarah. Sie ist Auszubildende zur Industriekauffrau und mit Beginn des dritten Lehrjahres im August ins Democenter gewechselt.

„Democenter heißt es, weil hier die Maschinen und Produkte von Bystronic vorgeführt, also demonstriert werden – hauptsächlich für Kunden und Geschäftspartner.“ Sarah kennt das Democenter schon vom Beginn ihrer Ausbildung, denn in der Einführungswoche geht’s für alle Azubis, egal ob technischer oder kaufmännischer Bereich, immer erstmal hier her. Sie dürfen sich die Maschinen anschauen und auch mal ausprobieren – beim traditionellen Azubi-Wettbiegen. Nicht nur zum Spaß natürlich. Es geht vor allem darum zu verstehen, wie so eine Abkantpresse funktioniert. Und auch wenn es hochmodern ausgestattet ist, von allein läuft im Democenter nichts. Ein Team von Applikationstechnikern wird unterstützt durch das Eventmanagement, Werkstudenten und kaufmännischen Azubis, wie Sarah.

Mit dem Wechsel in diese Abteilung bekam Sarah erst einmal eine Bedienerschulung der Maschinen. „Bisher hatte ich mit den technischen Inhalten nicht so viel zu tun, zur eigentlichen kaufmännischen Arbeit gehört das ja auch nicht. Aber es ist zum einen hilfreich, selbst zu verstehen, wie unsere Maschinen funktionieren, und zum anderen wichtig für Firmenrundgänge oder wenn ich mal auf eine Messe fahre.“

Sarahs Hauptaufgabe im nächsten Jahr wird das Organisieren von Veranstaltungen sein. „Auch damit habe ich zwar schon ein paar Erfahrungen – ich habe im zweiten Lehrjahr die Azubi-Einführungstage mit organisiert – aber hier im Democenter sind das ganz andere Dimensionen. Wir haben allein zehn bis zwölf sogenannte Study Tours pro Jahr. Study Tour heißt, Kundengruppen aus aller Welt können das Democenter und das Produktionswerk der Abkantpressen besuchen und erhalten Produktvorführungen. Dazu kommen noch um die zehn weitere Events im Jahr, wie beispielsweise der Familientag, der Technologietag und der Wirtschaftsstammtisch. Darüber hinaus finden auch über 100 Produktvorführungen an den Maschinen und etwa 55 Kundenschulungen im Jahr statt – wobei die Schulungen meist mehrtägig sind.“ Firmenrundgänge übernimmt Sarah schon seit dem zweiten Lehrjahr. „Jetzt wird das alles aber noch etwas größer und umfangreicher. Das Schöne an der Ausbildung bei Bystronic ist, dass man alle Bereiche kennenlernt und wenn man merkt, was einem besonders liegt, dann auch verstärkt in diesem Bereich eingesetzt wird. Ich habe schnell festgestellt, dass mir die Rundgänge, der Umgang mit Kunden und Besuchern und das Organisieren besonders viel Spaß machen und ich freue mich sehr auf die Zeit im Democenter.“

Sarah soll nun zunächst einen Einblick bekommen, denn hinter so einer Veranstaltung steckt unheimlich viel Arbeit, die auf den ersten Blick nicht zu sehen ist. „Die Study Touren zum Beispiel gehören zu den aufwendigeren Events und brauchen eine Menge Vorlauf.“

Dazu kommt eine weitere Herausforderung. „Unsere Firmenrundgänge sind bei internationalen Besuchern auf Englisch. Auch das ist anfangs nicht so einfach. Wir haben hier bei Bystronic extra Englischunterricht, bei dem auch die Fachbegriffe vermittelt werden. Aber man muss auch improvisieren können.“ Grundsätzlich sei das Wichtigste, offen und kommunikativ zu sein. „Wer merkt, dass das nicht unbedingt seine Stärken sind, kann sich mehr auf die technischen Aufgaben konzentrieren oder auch auf den Bereich Online und Digitalisierung. Wir arbeiten zum Beispiel auch gerade an der Erstellung einer Online-Standardmaschinenvorführung, die wir on-demand unseren Kunden zur Verfügung stellen wollen.“

Zudem warten auch im Democenter die klassischen kaufmännischen Aufgaben wie Angebote einholen, Kostenübersichten erstellen, Recherche und Auswertungen. „Ich muss mich auch mit um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung kümmern. Die Arbeit ist vielfältig und man trägt viel Verantwortung, aber es macht bisher wirklich viel Spaß. Ich könnte mir gut vorstellen, nach der Ausbildung weiter im Democenter zu arbeiten und ein Duales Studium zu beginnen.“ (mü)

Sarahs To-Do-Liste für eine Study Tour

  • Kommunikation mit der Niederlassung und den Kunden, um einen für alle geeigneten Termin zu finden
  • Festlegung des Termins und Koordination der Unterbringung, Flüge und Abholzeiten
  • Bus und Unterbringung anfragen und buchen
  • Tour planen (Zwischenstopps für Referenzkundenbesuche, Sightseeing o. ä.)
  • Democenter vorbereiten (Kundengeschenke bereitstellen, Ablauf planen, Catering organisieren, Unterlagen vorbereiten)
  • Abendprogramm individuell auf die Nation abstimmen und buchen
  • eventuell Begleitung der Reisegruppe zu unserem Hauptsitz in die Schweiz