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01.09.20

Hotelfachleute - Vom Hotel auf die hohe See

Cynthia ist 18 Jahre alt und wusste nie so richtig, was sie werden sollte. Über Bekannte bekam sie in der 8. Klasse ein Praktikum in einer kleinen Pension – und war nicht sehr begeistert. Erst nach dem Realschulabschluss stellte sie fest, dass ihre Interessen doch in Richtung Hotelgewerbe gehen.


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Foto: Katharina Pils

Obwohl ihre Abschlussnoten „nur im mittleren Bereich“ lagen, erhielt sie einen Probearbeitstag im Hotel Ramada by Wyndham in Weimar. Sie durfte zeigen, was sie kann. Und das mit Erfolg. Seit 2018 hat sie ihren Ausbildungsvertrag und ist in ihrem Beruf mehr als zufrieden.

„Die Aufgabengebiete sind sehr vielseitig, denn als angehende Hotelfachfrau durchlaufe ich alle Abteilungen. Dazu gehören der Restaurantbetrieb, das Housekeeping, die Küche, der Bankettbereich, die Buchhaltung sowie der Food- und Beverage-Bereich. Momentan bin ich an der Rezeption und das macht mir sehr viel Spaß. Ich habe viel Kontakt zu den Gästen und erfahre neue Dinge über Weimar. Das ist sehr interessant. Früher hatte ich mir nie vorstellen können, dass mir die Arbeit so viel Spaß macht, und die Uniform ist auch toll“, erzählt Cynthia.

Insgesamt drei Jahre dauert die Ausbildung zur Hotelfachfrau.
In dieser Zeit ist Cynthia jeweils abwechselnd sechs Wochen im Hotel und zwei Wochen in der Schule. Neben typischen Fächern wie Mathe, Deutsch, Englisch und Sport werden dort auch die Grundlagen zu Ernährung, Getränken, dem Umgang mit Computertechnik und Gästen sowie der Tisch- und Wäscheservice vermittelt. Selbst eine kleine Kochausbildung ist dabei.

Cynthia erklärt: „Die Ausbildung macht mir sehr viel Spaß, es ist aber kein leichter Beruf. Wer im Hotelgewerbe arbeiten will, muss sich auf Schichtarbeit einstellen und körperlich fit sein. Außerdem sollte man gut kommunizieren können, da man viel Kontakt zu anderen Menschen hat. Auch ein gewisser Sinn für Ästhetik ist nicht verkehrt, genauso wie etwas Gelassenheit und Empathie. Schließlich gibt es auch unzufriedene Gäste. Ansonsten rate ich dazu, in der Schule gut in Mathe, Deutsch und Englisch aufzupassen, denn das wird jeden Tag gebraucht.“

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung möchte die 18-Jährige ihre Kenntnisse im Tagungs- und Buchhaltungsbereich ausbauen. Ihr großer Traum jedoch ist es, irgendwann aufs Schiff zu gehen. Cynthia möchte da arbeiten, wo andere Urlaub machen. Und dafür hat sie den perfekten Beruf, denn als Hotelfachfrau sei man auf der ganzen Welt zu Hause, meint Cynthia. (kp)