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20.04.18

Verkäuferin - Super Markt-Führerin

Ob einmal in der Woche den Großeinkauf oder jeden Tag auf dem Heimweg ein bisschen was zum Abendbrot – ganz ohne Einkaufen geht’s nichts –zumindest nicht, wenn es um Lebensmittel geht. Die gibt es zum Beispiel bei Aldi Nord in Weimar. Hier sorgt die 28­-jährige Auszubildende Sarah mit ihren Kollegen dafür, dass kein Kunde ins Leere greift oder seine Waren selbst aus dem Lager holen muss. Auch wer beraten werden möchte ist bei Sarah richtig, denn auch, wenn sie erst im zweiten Ausbildungsjahr ist, kennt sie sich mit dem Sortiment schon bestens aus. Und natürlich weiß sie auch ganz genau,was wo im Markt steht und kann jeden zu dem Produkt führen, das er gerade sucht.


Ausbildung, Thüringen, Verkäufer, Aldi

Foto:Götz Lieberknecht

Hallo Sarah. Du machst eine Ausbildung zur Verkäuferin. Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden? Was ich an dem Beruf Verkäuferin besonders interessant finde, ist, dass man jeden Tag neuen Situationen begegnet. Die Aufgaben sind wahnsinnig vielfältig, das macht das Arbeiten im Einzelhandel besonders spannend. Und außerdem ist man tagtäglich mit verschiedenen Kunden in Kontakt. Das finde ich toll.

Wie sieht denn die Arbeit als Verkäuferin aus? Besonders wichtig ist die Warenpräsentation. Wir bekommen jeden Tag Ware geliefert, zum Beispiel frisches Obst und Gemüse, das muss natürlich ansprechend angeordnet sein und regelmäßig auf Frische geprüft werden. Aber auch die restlichen Waren, die uns erreichen, müssen eingeräumt, die Regale aufgefüllt und geordnet werden. Unsere Kunden sollen sich wohlfühlen und alles am gewohnten Platz finden. Dazu kommen noch weitere Tätigkeiten, wie beispielsweise Brot und Brötchen backen. Das machen wir nämlich auch selbst. Und natürlich das Kassieren und die Kundenberatung. Und abends schauen wir dann, dass alles sauber und ordentlich ist, damit wir am nächsten Morgen wieder gut vorbereitet in den Tag starten können.

Wie genau musst du die Waren kennen? Oder ist es eigentlich egal, was du verkaufst, weil die kaufmännischen Grundlagen wichtiger sind? Natürlich ist es wichtig, dass man sich mit dem Sortiment auskennt. Wenn Kunden Fragen haben, muss man ja wissen, was man verkauft und wo die Ware zu finden ist. Das spannende bei uns ist, dass wir nicht nur Lebensmittel verkaufen. Jede Woche gibt es auch zahlreiche unterschiedliche Aktionsartikel. Die muss man selbstverständlich auch kennen. Und klar, kaufmännisches Denken gehört auch dazu. Zum Beispiel bei der Bestellung, da muss man schon fit im Umgang mit Zahlen sein und wissen, was man braucht und was sich gut verkauft.

Wie läuft die praktische Ausbildung zum Verkäufer ab? An erster Stelle umfasst die Ausbildung den intensiven praktischen Teil in einer Aldi-Nord-­Filiale. Parallel geht man wie bei jeder Ausbildung noch in die Berufsschule. Und dazu kommen noch interne Schulungen vom Unternehmen, in denen man sich weiterbilden kann. Verantwortung wird bei uns generell groß geschrieben, daher muss man früh selbstständig arbeiten und Entscheidungen treffen. Das finde ich klasse. Aber ich darf natürlich immer Fragen stellen und die Kollegen helfen mir auch bei allem weiter, wenn ich Unterstützung brauche.

Und wie sieht es mit der theoretischen Ausbildung aus? Im Endeffekt sind alle Fächer, die man in der Berufsschule hat, wichtig. Aber persönlich würde ich sagen, dass einem der Bereich "Warenkunde" besonders viel bringt, da man die Inhalte direkt im Arbeitsalltag anwenden kann.

Was muss man für diesen Beruf mitbringen? Man braucht auf jeden Fall einen guten Schulabschluss. Außerdem sollte man natürlich ein Interesse am Handel mitbringen, denn das ist ja das, was die tägliche Arbeite ausmacht. Auch ganz wichtig: Man sollte gern im Team arbeiten, denn Teamwork steht bei uns an erster Stelle. Und nicht zuletzt natürlich, Spaß am Umgang mit Kunden.

Was gefällt dir an deinem Beruf besonders gut? Besonders gut gefällt mir das Arbeiten im Team. Egal, was ist oder ich eine Frage habe, ich kann immer auf meine Kollegen zählen. Das ist super, weil es wie eine zweite Familie ist. Was mir außerdem gefällt, ist der Kontakt mit Kunden. Es macht wirklich Spaß, wenn man weiterhelfen kann und merkt, dass man jemandem mit einem guten Service eine Freude bereitet hat.

Gibt es auch etwas, was dir nicht so gut gefällt, wie die Arbeitszeiten vielleicht? Eine Ausbildung zum Verkäufer, das heißt schon auch mal anpacken. Es muss Ware verräumt, Brot gebacken und abends die Filiale auf Vordermann gebracht werden - da ist man schon ordentlich beschäftigt und auf den Beinen. Mir persönlich gefällt das aber sehr gut, da es abwechslungsreich ist und nie langweilig wird. Und klar, da wir auch samstags geöffnet haben, steht auch mal arbeiten am Wochenende auf dem Plan.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Erst einmal möchte ich meine Ausbildung erfolgreich abschließen. Bei guter Leistung kann ich übernommen werden. Für die Zukunft könnte ich mir vorstellen, irgendwann Filialleiterin zu werden. Einen eigenen Markt leiten und ein Team führen, das wäre genau mein Ding.

Welche Karrieremöglichkeiten hast du mit diesem Berufsabschluss noch? Mir stehen viele Türen offen: Ich könnte zum Beispiel auch die Weiterführung zur Handelsfachfrau anstreben. Aber jetzt heißt es erst einmal: Volle Konzentration auf die Ausbildung! (mü)