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09.11.15

Restaurantfachleute - Perfekte Gastgeber

Gästebetreuung, Bedienung und Service, das ist dein Steckenpferd? Dann bist du bei der Ausbildung zur Restaurantfachfrau richtig. Die 17jährige Vanessa Nürnberg hat sich genau für diesen Beruf entschieden und ist jetzt im zweiten Lehrjahr im Dorint Hotel in Weimar.


Ausbildung, Thüringen, Weimar, Restaurantfachfrau

Foto: Juliane Großmann/WiYou.de

Als Restaurantfachfrau kümmerst du dich um das Wohl der Gäste. Freundliche Beratung bei der Auswahl der Speisen und Getränke, Eindecken und Dekorieren der Tische, Aufnehmen der Bestellungen, Servieren des Essens und das Ausstellen der Rechnung sind deine täglichen Aufgaben. Ob im Restaurant, Hotel, Cafés oder Bistros, Restaurantfachfrauen sind freundliche und kompetente Gastgeber, die den Überblick behalten und dafür sorgen, dass sich der Gast wohlfühlt. „Während der Ausbildung durchläuft man alle Abteilungen: Frühstück, Bankett, á la Carte, Bar, Roomservice, Minibar, Housekeeping und die Küche. Somit bekomme ich einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Aufgabenbereiche am und mit dem Gast.“ Auch die Bankettplanung und die Organisation von Veranstaltungen gehören zu den Aufgaben der Restaurantfachfrau. Die Arbeit mit dem Gast beginnt schon bei der Begrüßung, geht mit der Beratung und Bewirtung weiter und endet erst mit der Verabschiedung. „Am besten gefällt mir die Arbeit im Á la Carte-Bereich, denn da habe ich den engsten Gästekontakt. Das liegt mir wirklich sehr.“

Starke Nerven, Kondition, Kommunikationsfähigkeit, ein gepflegtes Äußeres, Freundlichkeit, Teamfähigkeit, Offenheit, Kontaktbereitschaft und Sorgfalt sind Voraussetzungen für diesen Beruf. „Gastronomie ist kein Beruf, sondern eine Leidenschaft. Hier verkaufe ich ein Produkt, hinter dem ich wirklich stehen kann: gutes Essen und guter Service. Dabei bekomme ich auch immer gleich ein positives Feedback auf meine Arbeit. Fühlt sich der Gast wohl, dann habe ich meine Arbeit gut gemacht.“ Anders als der Hotelfachmann ist der Restaurantfachmann immer im direkten Kontakt zum Gast. „Genau deswegen habe ich mich für diese Ausbildung entschieden. Ich bin lieber den ganzen Tag in Bewegung und in Kontakt mit Menschen, als im Büro zu sitzen und mich um die Verwaltung zu kümmern. Dafür muss ich aber auch mit schwierigen Menschen zurechtkommen und Überstunden in Kauf nehmen. Das Lächeln des Gastes oder ein Dankeschön macht das aber wieder wett.“

Alle drei Wochen besucht Vanessa die Berufsschule in Weimar. „Dort lerne ich im ersten Lehrjahr die fachbezogenen Grundlagen. Alkoholfreie Getränke, kalte Speisen, Speisenfolge, Menüfolge und Wirtschaftslehre sind die Schwerpunkte dabei. Im nächsten Lehrjahr werden die Kenntnisse vertieft und ausgebaut. Arbeiten in der Küche, im Service, Beratung und Verkauf, Warenwirtschaft, Restaurantorganisation oder Getränkepflege und -verkauf. Während der Ausbildung besucht Vanessa betriebliche Azubischulungen. „Ich habe schon eine Käse-, Wein- und Teeschulung besucht und eine Tischdeko- und Hygieneschulung gehabt.“ Dazu gibt es prüfungsvorbereitende Lehrgänge oder Barlehrgänge. „Diese kann ich aber erst absolvieren, wenn ich 18 Jahre bin. Auch im Barbereich kann ich aufgrund meines Alters noch nicht eingesetzt werden.“

Nach der Ausbildung gibt es verschiedene Weiterbildungsangebote und Aufstiegsmöglichkeiten. Ein Meisterkurs als Restaurantmeister, der Fachwirt im Gastgewerbe, staatlich geprüfter Gastronom oder Betriebswirt oder spezielle Fortbildungen wie zum Beispiel zum Sommelier oder Barkeeper sind einige Möglichkeiten. (jg)