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06.04.18

Podologe - Auch Zehen brauchen manchmal Spangen

Wie? Spangen? Kenn ich doch nur vom Kieferorthopäden! Upps, ihr kennt den Podologen nicht? Na ja, das Berufsbild ist noch sehr frisch, von anno 2002. OK, hier eure Nachhilfestunde.


Ausbildung, Thüringen, Erfurt, Podologie, Podologe, IMA, Füße

Bilder: Jenny Heinze

Klugscheißermodus an:

Podo kommt aus dem Griechischen und heißt Fuß. Logie ist lateinisch und heißt …na? Lehre. Genau. Also, der Podologe beschäftigt sich vorwiegend mit dem prophylaktischen, therapeutischen und rehabilativen Fußbefund am gesunden und/oder erkrankten Fuß. Er leitet therapeutische begleitende Maßnahmen ein in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Fachärzten, Physiotherapeuten und Orthopädieschuhtechnikern.

Klugscheißermodus aus.

Seid ihr jetzt neugierig? Habt ihr Fragezeichen im Gesicht? Dann macht euch schlau, zum Beispiel in der Höheren Berufsfachschule für Podologie (HBFS) Erfurt. Ach übrigens, für Greenhorns gibt´s die duale Ausbildung und für „Oldies“ auch die berufsbegleitende Ausbildung!

Robert Paschke: "Die Entscheidung, vom Wirtschaftsingenieur zum Podologen umzusatteln, fiel mir leicht, da es die Fußstapfen meiner Mutter sind. Die Zukunftschancen für Podologen expandieren durch die demographische Entwicklung in Deutschland. Die HBFS in Erfurt bietet mir die perfekte Kombination, den alten Beruf und die Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Meinem Traum von einer eigenen Podologiepraxis steht nichts mehr im Weg. So kann meine Mutter ihre Praxis in meine neu ausgebildeten therapeutischen Hände geben."

Denise Külbel:"Ich bin seit 2015 wieder Schülerin. Nach 20 Jahren als kaufmännische Leiterin war es für mich Zeit für eine berufliche Veränderung. Ich wollte eine interessante, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit. Nicht gleich über Nacht fiel meine Entscheidung, Podologin zu werden. Vorkenntnisse im medizinischen Bereich hatte ich keine. Meine Ausbildung ist berufsbegleitend, geht drei Jahre und ich lerne alles über Anatomie und Physiologie des Fußes und kann die theoretischen Verfahrensweisen in der schuleigenen Praxis umsetzen. Perspektivisch steht mir offen, ob ich als Angestellte oder in einer eigenen Praxis arbeiten möchte. Es ist ein interessantes, abwechslungsreiches und anspruchsvolles Aufgabenfeld – so wie ich es mir gewünscht habe."

Nicole Neidhardt: "Meinen Beruf habe ich aus der Not heraus erlernt. Etwas Ungewöhnliches sollte es sein und mit Perspektiven. Der Podologe war noch in den Kinderschuhen und noch nicht ganz ausgereift. Diese Möglichkeit gab mir den nötigen Ansporn. Seit 2006 bin ich Podologin, habe eine Praxis in Eisenach und unterrichte mit viel Spaß an der HBFS in Erfurt."

Sabine Noa: "Als Kosmetikerin stieg ich in die Thematik „Fuß“ ein und konnte diese nie leiden. Doch die ständig wachsende Nachfrage nach Terminen zwang mich, auch in diesem Bereich mitzuhelfen. Dies und die Eröffnung der podologischen Praxis meiner Mutter im Jahr 2007 stimmten mich letztendlich um. Die Ausbildung zum Podologen beendete ich schließlich 2013 an der HBFS. Meine zur Linderung beitragenden Hände und die dankbaren Patienten brachten die Liebe zum Beruf. Als Dozentin gebe ich an der HBFS die Freude und meine Erfahrungen an meine Schüler weiter."