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17.02.21

Mechatroniker (m/w/d): Präzision bei jedem Arbeitsschritt - #whatyouwant

Wer jetzt denkt, der Beruf des Mechatronikers sei ein Beruf, der was mit Jungs und an Autos basteln zu tun hat, der irrt sich. Bei diesem Allround-Beruf geht es um Mechanik, Elektronik, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis – „kein reines Männerding“. Wie genau in diesem Beruf gearbeitet wird und wie vielseitig derjenige einsetzbar ist, erzählt uns Julian, Auszubildender bei Continental AG in Waltershausen, Landkreis Gotha.


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Foto: industrieblick stock.adobe.com

Nach seinem Realschulabschluss, mehreren Praktika im Bereich Mechatronik und einem FSJ in einem Kindergarten hat sich Julian dazu entschlossen, eine Ausbildung als Mechatroniker zu machen. Jetzt ist er im zweiten Lehrjahr und hat viel Freude in der Ausbildung. Schon früh merkte Julian, dass ihm das Handwerkliche liegt. „Besonders spannend fand ich es, meinem Onkel, der Mechatroniker in einer Schokoladenfabrik ist, über die Schulter zu schauen. Etwas selbst tun und vor allem das Handwerkliche machen Spaß! Ich freu mich schon auf das dritte Lehrjahr, wenn ich lerne, wie ich richtig schweiße.“ 

Mechatronik – der Begriff der Mechanik steckt schon in der Berufsbezeichnung. Aber der Job besteht auch aus Elektronik, dem Bearbeiten von Werkstücken sowie der Konfiguration von Netzwerken und Bussystemen. Von Langeweile kann hier nun nicht die Rede sein. Ein Teilgebiet des Berufes ist elektrischer Strom, das betrifft alle Haushaltsgeräte – hier muss man ein Verständnis für Schaltpläne haben. „Ein großer Schwerpunkt meiner Arbeit ist das Instandsetzen, Reinigen, Verkabeln und nach den Fehlern suchen, damit die Produktion weiter gehen kann – ein großes Puzzle könnte man sagen.“ 

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Im ersten Lehrjahr lernt man am Anfang die Produktion kennen, hat Lehrgänge in der Metallbaubearbeitung, in manueller sowie maschineller Zerspannung und wird in verschiedenen Abteilungen des Betriebes eingesetzt. Im Wechsel lernt man in Lehrgängen intensiv die Bereiche Mechatronik und Elektronik kennen. „Bei der Arbeit bekommt man schnell mit, ob es was für einen ist: Wartung, Instandsetzung und Tagespläne erfüllen sind wichtig.“ Ideal und Voraussetzung ist das Verständnis für Mechanik, damit der Mechatroniker später Anlagen prüfen, kontrollieren und einbauen kann. Präzision ist das A und O! Aber auch ein Verständnis für Zahlen muss da sein und ein Händchen für das Material Metall. 

Mechatroniker zu sein, bedeutet nicht nur, dass man vielfältig einsetzbar ist und Abwechslung im Berufsalltag hat. Beim Umgang mit Starkstrom und Heizungen ist Vorsicht geboten, denn es bestehen auch Gefahren. „Hier muss man ein ruhiges und geübtes Händchen haben. Arbeitsschutz ist sehr wichtig in meinem Beruf.“ 


Der Beruf zum Mechatroniker verspricht viele Karriereaussichten für Menschen, die Interesse an Elektronik/Elektrotechnik, Maschinen und Anlagen haben, technisches Verständnis mitbringen und handwerkliches Geschick besitzen. Der Elektroniker spielt in unserem Alltag eine große Rolle. Schaut man in den sozialen Bereich, so ist der Begriff „Altersgerechtes Wohnen“ ohne Fahrstühle gar nicht möglich, braucht man hier Hilfe, ist der Mechatroniker gefragt. Nach dreieinhalb Jahren kann man nach der Ausbildung zum Mechatroniker noch viele Weiterbildungen machen, sich zum Industriemeister weiterqualifizieren, Mechatronik-Techniker werden oder noch ein Studium drauf-setzen. Beispielsweise das „Studium zum Bachelor of Engineering“ oder „Ingenieur Elektro und Informationstechnik“. Egal für welchen Weg man sich entscheidet, Mechatronikern wie Julian stehen viele Türen offen. (ba)