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02.10.20

Maschinen- und Anlagenführer: Menschen an Maschinen - #whatyouwant

Egal ob Möbel, Nudeln, Autos oder Medikamente hergestellt werden sollen – in der maschinellen Produktion braucht man vor allem eins: Maschinen. Das kann eine einzelne Maschine sein, die Aneinanderreihung mehrerer Maschinen oder auch die Kombination von Maschinen, Apparaten und/oder Geraten – da spricht man dann von einer sogenannten Anlage. Seit der „Erfindung“ der ersten Maschinen hat sich natürlich eine ganze Menge getan. Heutzutage gibt es neben den eher noch traditionellen Maschinen gerade in der Industrie meist hochmoderne Maschinen und Anlagen, die teil- oder vollautomatisch laufen. Ganz ohne Menschen geht´s es aber trotzdem nicht. Und an dieser Stelle kommst du als Maschinen- und Anlagenführer (MAF) ins Spiel.


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Foto: Funtap - stock.adobe.com

Du als MAF sorgst dafür, dass die Maschinen das tun können, was sie sollen. Das heißt, du schaltest sie nicht nur ein, sondern bereitest auch alles vor. Dazu gehören viele verschiedene Arbeitsschritte. Zum Beispiel das Aufstellen und Einrichten der Maschinen. Je nachdem, was hergestellt werden soll, werden bestimmte Teil und Einstellungen benötigt. Das kann eine bestimmte Größe der Walzen bei der Papierherstellung, die Form der auszustanzenden Teile in der Kunststoffverarbeitung, die Farbmischung beim Bedrucken oder auch die Temperatur und Backzeit an einer Anlage in der Keksfabrik sein.

Du weißt genau, welches Produkt welche Anforderungen stellt und kannst beurteilen, ob die Maschinen richtig arbeiten und die Ergebnisse einwandfrei sind.
Wenn das nicht der Fall ist, weißt du, wo und was an der Maschine nachzuregeln ist. Auch wenn Maschinen ziemlich verlässlich sind – Störungen sind nicht ausgeschlossen. Ob sich ein Papier verklemmt, ein Faden verdreht oder ein Fremdkörper eingeschlichen hat – du kümmerst dich um Störungsmeldungen und Problemsuche. Und du kannst auch kleinere Reparaturen selbst vornehmen. Eine Maschine, die unter Umständen 24 Stunden am Tag läuft, nutzt sich natürlich mit der Zeit ab. Auch darauf hast du bei der Wartung und Instandhaltung ein Auge. Und schließlich kümmerst du dich auch um die Reinigung der Maschinen und um die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienevorgaben.

Und du bekommst jetzt Panik, weil man sich doch unmöglich mit allen Produkten und Maschinen, die es so gibt, auskennen kann? Keine Sorge, die Maschinen- und Anlagenführer werden mit Schwerpunkten ausgebildet. Es gibt sie für Druckweiter- und Papierverarbeitung, Lebensmitteltechnik, Metall- und Kunststofftechnik, sowie für Textiltechnik und Textilveredelung. Die Ausbildungsinhalte gleichen sich, was die Grundlagen der Maschinentechnik angeht, spezialisieren sich dann aber auf die einzelnen Werk- und Rohstoffe und Maschinen. Außerdem bietet jede Fachrichtung eigene Weiterbildungsmöglichkeiten: Die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer dauert zwei Jahre. Eine mögliche weiterführende Ausbildung in einem dem Schwer punkt entsprechenden Beruf ein beziehungsweise eineinhalb Jahre. (mü)

Maschinen- und Anlagenführer brauchen:

  • sehr gute/gute Noten in Mathematik, Physik
  • mechanisches und technisches Verständnis
  • handwerkliches bzw. motorisches Geschick
  • gute Auffassungsgabe und Konzentrationsfähigkeit
  • selbstständiges und sorgfältiges Arbeiten
  • Teamfähigkeit