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04.12.17

Kunststofftechnik (TU Ilmenau)

Polymere Perspektiven

Bei Fahrzeug- und Maschinenbau denkt man nicht unbedingt gleich an Kunststoff, und doch geht ohne diesen bei der Produktion von zum Beispiel Autos heute eben nichts mehr. Ob Lenkrad, Innenverkleidung, Kühlerschläuche … mit Metall und Glas käme man hier nicht weit. Der Kunststoff als Werkstoff ist leichter und flexibler zu verarbeiten. Das gilt dann natürlich nicht nur für die Fahrzeugindustrie: Kunststoffe kommen in den verschiedensten Branchen zum Einsatz. Und überall dort sind dann auch Kunststoffexperten gefragt. Deshalb sollten sie auch möglichst umfassend ausgebildet werden – durch ein Studium im Bereich Kunststofftechnik. Das gibt’s zum Beispiel an der TU Ilmenau.



Studium, Thüringen, Ilmenau, Kunststofftechnik, Kunststoff

Foto: ©Hoda Bogdan stock. adobe.com

Die Kunststofftechnik ist an der TU Ilmenau im Bereich Maschinenbau angesiedelt. Du studierst nicht „nur“ Kunststofftechnik, sondern Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Kunststofftechnik. Mathe, Physik, Chemie und Informatik werden dich dabei ab der ersten Vorlesung begleiten – und zwar in breiter Masse. Zunächst sollen so deine Grundkenntnisse auf Vordermann gebracht werden. Darauf aufbauend wird es dann immer fachspezifischer. So kommen nach und nach noch die Bereiche technische Mechanik, Maschinenelemente, Fertigungstechnik, Antriebstechnik, Werkstoffe und Prozessplanung

dazu.

Mit der Vertiefung Kunststofftechnik geht es dann spezieller weiter mit Kunststoffverarbeitung, Polymerchemie, Kunststofftechnologie, Kunststoffverarbeitungsmaschinen, Spritzgießtechnologie, Extrusionstechnik, Werkzeuge der Kunststoffverarbeitung, Mess- und Sensortechnik, Fügen und Veredeln von Kunststoffen, Faserverbundtechnologie und Leichtbautechnologie. Wichtig sind für den doch recht umfangreichen Lehrstoff dabei nicht nur Motivation und Fleiß, sondern auch Interesse und Verständnis für die Naturwissenschaften und für die Informatik. Überhaupt solltest du dich darauf einstellen, dass alles, was mit den Kunststoffen zu tun hat, noch lange nicht zu Ende erforscht ist. Ob du nun selbst etwas ganz Neues entdeckst oder sich schon während des Lernens der Wissensstand ändert – was einerseits große Chancen bietet, kann andererseits auch leicht mal überfordern, wenn man nicht bereit ist, sich immer weiter damit zu beschäftigen.

Und warum nun das Ganze? Eine Antwort darauf könnte der Blick auf die wirtschaftliche Ausprägung Thüringens geben. So gibt es hier im Freistaat sehr viele Firmen, die der kunststoffwarenherstellenden Industrie zuzuordnen sind. Du hast also bei der späteren Suche nach einem Arbeitsplatz die große Auswahl, auch – oder gerade wenn – du hier in Thüringen bleiben möchtest. Ob du dann zum Beispiel bei einem Automobilzulieferer, in der Elektroindustrie oder im Baugewerbe landest – deine Zukunftsperspektiven sind dank der stetig fortschreitenden Entwicklung im Bereich der Kunststoffe nicht nur sehr gut, sondern auch sehr spannend. Denn wer weiß, vielleicht kommt das nächste Ultraleichtfahrzeug aus Thüringen oder ein neuer, besonders umweltfreundlicher Verbundstoff oder eine kratzsichere Oberfläche für Smartphones – das Potenzial ist noch lange nicht erschöpft. An der TU Ilmenau kannst du Maschinenbau als Bachelor Studium absolvieren und den Master anschließen. Oder du entscheidest dich gleich zu Beginn für den zehnsemestrigen durchgängigen Diplomstudiengang Maschinenbau, der seit diesem Wintersemester wieder angeboten wird. (mü)