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20.10.20

Industriemechaniker: Spaß am Werken #whatyouwant

Schrauben, das sei schon immer voll sein Ding, erzählt Hannes. Als er etwa fünf Jahre alt war, begann sein Vater, Oldtimer-Motorräder selbst wieder aufzubauen und hauchte so manchem halbtoten Metallhaufen wieder ein richtiges und brummendes Leben ein. Hannes war immer dabei, hatte zunehmend mehr Spaß daran und werkelte auch selbst an eigenen Motorrädern in der elterlichen Werkstatt in Tiefenort bei Bad Salzungen.


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Foto: PPB

So war für Hannes schnell klar, dass er auch sein Berufsleben in diesem Bereich verbringen wollte. Bereits als Schüler machte er bei Ruhlamat in Marksuhl ein Praktikum, durfte sich dort zwei Wochen lang in verschiedenen Bereichen ausprobieren. „Ein Kumpel hat mir das empfohlen“, erinnert sich Hannes. Dass er damals noch nicht jeden Handgriff selbst machen durfte, das sei ihm klargewesen, dennoch sei ihm schon während des Praktikums immer mehr zugetraut worden. 

Nach seinem Realschulabschluss an der Krayenburg Regelschule wusste er, dass er das, was er schon im Praktikum geübt hatte, weitermachen will. Er bewarb sich auf eine Ausbildungsstelle zum Industriemechaniker für Maschinen- und Anlagenbau und wurde genommen. Für Hannes ist es ein Traumjob: „Wenn man ein wenig technisches Verständnis hat, dann hat man Spaß daran, hier besondere Teile zusammen zu bauen.“ Mathe und Physik seien in seinem Job wichtig, ebenso wie Grundkenntnisse in englischer Sprache. Diese bestimme nämlich, erklärt Hannes, viele Aufgaben und auch die Werkstoffkunde. Dabei mag er vor allem die Abwechslung in seinem Beruf. Kein Tag sei wie der andere, immer wieder gäbe es neue Herausforderungen und Aufgaben. Immer wieder würden neue Spezialteile gebraucht und dann durch ihn und seine Kollegen gefertigt, erzählt er. 

Hannes´ Ausbildung unterteilt sich in zwei Bereiche: Die ersten anderthalb bis zwei Jahre werden in der Lehrwerkstatt seines Unternehmens die theoretischen Grundlagen gelegt. „Hier werden unsere Fähigkeiten langsam gesteigert“, erklärt er. Währenddessen lernen die Azubis „am lebenden Objekt“ und stellen Teile her, die anschließend auch wirklich genutzt werden. Erst im Anschluss an die Zeit in der Lehrwerkstatt durchlaufen sie die verschiedenen Abteilungen der Firma, können schauen, was ihnen am meisten Freude bereitet und wo sie nach der Ausbildung als Facharbeiter gern anfangen möchten. 

Für Hannes soll es auch nach der Ausbildung mit dem Schrauben weitergehen. Die abwechslungsreiche Montageabteilung ist der Ort, an dem er gern arbeiten möchte. (ppb)