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26.09.18

Gute Anlage- Bankkaufleute (m/w)

Er ist der Klassiker im Bereich Finanzen: der Bankkaufmann. Allerdings ist er auch immer noch ein unterschätzter Beruf. Denn hier geht’s längst nicht nur um Geld auszahlen, Konto eröffnen und Kunden beraten. Auch Wertpapiergeschäfte, Finanzkonzepte erstellen und das Bearbeiten von Kreditanträgen, Bausparverträgen, (Lebens­-)Versicherungen und Immobiliengeschäften gehört mit dazu. Und schließlich muss sich jemand um die bankinternen Abläufe kümmern, denn auch hier gibt es wie in anderen Unternehmen die Bereiche Buchhaltung, Rechnungswesen, Personal und Marketing. Ganz schön umfangreich also. „Aber dafür auch sehr abwechslungsreich und alles andere als langweilig“, findet Felix, Azubi bei der Erfurter Bank im zweiten Lehrjahr.


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Foto: Manuela Müller

„Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich es als Kind schon spannend fand, wenn ich die Bankangestellten hintern den Schaltern mit Geld hantieren sah, und mich hat auch interessiert, was da noch so im Hintergrund stattfindet“, erinnert sich Felix heute. Als Berufswunsch hatte er den Bankkaufmann damals aber nicht ins Auge gefasst. „Das kam erst ab der elften Klasse, als ich mir Gedanken machte, wie es nach dem Abi weitergehen soll. Mit einer Berufsberaterin habe ich geguckt, was zu mir passen könnte. Da mich Wirtschaft schon immer interessierte, kamen wir auf den Bankkaufmann. Ich bewarb mich bei der Erfurter Bank und bekam die Ausbildungsstelle. Wie vielseitig dieser Beruf wirklich ist, merke ich aber erst jetzt in der Ausbildung. Da ist natürlich das, was jeder kennt: der Service und die Beratung am Schalter. Aber wir haben auch Telefonberatung, das ist was ganz anderes. Dazu gibt es noch viele andere Abteilungen, wo es zum Beispiel um die Bearbeitung von Krediten geht, um Immobilien, und, da wir eine Genossenschaftsbank sind, um die Verwaltung der Mitgliedschaften und das Firmenkundengeschäft.“

Felix lernt während der Ausbildung nach und nach alle Arbeitsbereiche kennen. Angefangen hat er im Service mit dem Empfangen der Kunden am Schalter und dem Bearbeiten kleinerer Aufträge. Als nächstes ging es in die Kreditabteilung, wo es mehr um das Zusammentragen und Auswerten von Zahlen, Daten und Fakten geht. Jetzt, im Bereich Immobilien, ist er auch „draußen“ unterwegs, um sich mit den Kunden Objekte anzusehen. „Jeder Bereich hat seine eigenen Aufgaben und Anforderungen.“ Wie selbstständig Felix arbeiten darf, hängt von der jeweiligen Abteilung ab. „Als Azubi habe ich noch keine Entscheidungskompetenz, aber ich bereite die Termine mit vor und bin bei den Gesprächen dabei. Besonders im Geschäftskundenbereich macht mir das sehr viel Spaß.“ Im zweiten Teil der Ausbildung darf Felix im Privatkunden bereich dann auch schon mal ein Gespräch selbst führen, aber immer nur in Begleitung eines erfahrenen Kollegen. „Grundsätzliche Voraussetzung für die Arbeit in einer Bank ist immer, dass man die gesetzlichen Vorschriften kennt. Die Ausbildung beginnt mit einer Einführung, bei der es auch um Datengeheimnis und Geldwäschegesetz geht. Wir haben viele Vorschriften, die auch uns Mitarbeiter der Bank betreffen, und wir müssen sorgsam mit den Daten unserer Kunden umgehen.“

Neben praktischer Erfahrung gehört natürlich auch eine Menge Fachwissen dazu. In der Berufsschule bekommt Felix die theoretischen Grundlagen vermittelt. „Auch die sind sehr umfangreich und es ist neben Wirtschaft viel Recht dabei. Bisher komme ich aber gut mit.“ Zusätzlich zur Praxis und Theorie gibt es Schulungen zu verschiedenen Themen. „Das ist hier speziell für die Azubis der Genossenschaftsbanken. Beim letzten Mal ging es um Wertpapiere, aber auch einzelne Produkte oder Tarife, Krediten und Versicherungen kommen dran. Und es gibt auch Schulungen zu Kommunikation und Kundenumgang.“

Apropos Kundenumgang: „Wenn man als Azubi einem Kunden gegenübersitzt, braucht man auch ein gewisses Auftreten. Das heißt auch angemessene Kleidung“, findet Felix. „Ich trage bei der Arbeit immer einen Anzug, Das war am Anfang schon ungewohnt, aber inzwischen gefällt mir das gut.“ (mü)