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16.10.20

Ganz praktisch, das Schülerpraktikum

Das Praktikum heißt Praktikum, weil es praktische Erfahrungen vermitteln soll. Und praktische Erfahrungen sind ganz praktisch, weil sie einem zeigen, ob man für diese Tätigkeit oder jene Aufgabe geeignet ist. Und das wiederum ist für die Berufsorientierung recht praktisch, diesmal im Sinne von zweckdienlich.


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Foto: ehrenberg-bilder

Was ist ein Schülerpraktikum?
Ein Praktikum, das du während der Schulzeit absolvierst, das heißt, du bist für diese Zeit vom Unterricht befreit. Allerdings ist das kein Wunschkonzert, sondern eher eine Pflichtveranstaltung. Die Schule legt auch die Zeit fest, in der das Praktikum zu absolvieren ist. Du kannst aber auch etwas Zeit in deinen Ferien für ein weiteres freiwilliges Praktikum nutzen.

Was kommt auf mich zu?
Das ist natürlich vom jeweiligen Unternehmen abhängig. Bei einigen gibt es festgelegte Praktikumsabläufe, die einen Durchlauf verschiedener Abteilungen regeln. Das ist oft bei größeren Unternehmen der Fall, wo du sehr wahrscheinlich auch nicht der einzige Praktikant sein wirst. Es kann aber auch sein, dass man mit dir gemeinsam einen individuellen Ablauf zusammenstellt oder du nur in einem Bereich eingesetzt wirst.

Werde ich für meine Arbeit bezahlt?
Aber sicher. Mit Informationen. Ob dir das Praktikum gefallen hat oder nicht, du bist auf jeden Fall um mindestens eine Erfahrung reicher und weist nun schon, ob der jeweilige Beruf, in den du reingeschnuppert hast, zu dir passt oder nicht. Und bevor du jetzt laut „Mindestlohn!“ rufst: Ja, auch für Praktikanten gibt es den Mindestlohn. Allerdings gibt es da auch ein paar Ausnahmen: Die Mindestlohnregelung gilt nämlich nicht für Pflichtpraktika, Orientierungspraktika, Ausbildungs- und Studienbegleitende Praktika, die nicht länger als drei Monate dauern, sowie Praktika zur Einstiegsqualifizierung.

Wo finde ich eine passende Praktikumsstelle?
Praktikumsstellen werden in Stellenanzeigen leider nicht so stark beworben wie Ausbildungsstellen, was nicht heißt, dass es sie nicht gibt. Im Gegenteil. Viele Unternehmen bieten sie ganzjährig oder in bestimmten Zeiträumen an. Deshalb lohnt sich der Weg über den Wiyou.de Praktikumschecker. Hier bekommst du nicht nur eine Übersicht über Unternehmen, die in deiner Region Praktikumstellen anbieten, sondern kannst auch vorab einen Interessencheck machen und die Auswahl der angezeigten Unternehmen auf die eingrenzen, die wirklich das bieten, was zu dir passt. Du hast ein Unternehmen im Auge, das taucht aber im Praktikumschecker nicht auf? Dann einfach direkt beim Unternehmen, am besten in der Personalabteilung, anrufen und nachfragen.

Wie bewerbe ich mich?
Die Bewerbungsmodalitäten für Praktikumstellen sind sehr unterschiedlich. Manchmal genügt eine E-Mail, ein Anruf oder ein Gespräch auf einer Messe – manchmal ist aber auch eine „richtige“ Bewerbungsmappe gefordert. Findest du keine Angaben zur gewünschten Form der Bewerbung, hilft ein Anruf im Unternehmen weiter. Grundsätzlich schadet aber ein formliches Anschreiben nicht.

Muss ich einen Praktikumsvertrag unterschreiben?
Das ist nicht einheitlich geregelt. Einige Unternehmen legen Praktikanten einen Vertrag vor, bei anderen reichen mündliche Absprachen. An diese solltest du dich natürlich auch dann halten, wenn sie nicht schriftlich festgehalten wurden. (mü)