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14.12.15

Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice - Mit Hauruck zum Traumberuf

Anpacken, um anderen die Wohnung schön zu machen, das ist deine Aufgabe als Fachkraft für Möbel­, Küchen­ und Umzugsservice. Der 29­jährige Stephan hat mit dieser Ausbildung seinen Traumjob gefunden und ist auch vier Jahre nach seiner Ausbildung in seinem Lehrbetrieb Starke Möbeltransporte GmbH in Gera beschäftigt und glücklich.


Ausbildung, Thüringen, Gera, Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

Foto: flashpics/fotolia

Warenbestände kontrollieren und sichern, Möbel und Geräte liefern und montieren, Küchen­ und Möbelteile bearbeiten, Umzugsgüter verpacken, lagern und transportieren – das sind deine Aufgaben als Fachkraft für Möbel­, Küchen­ und Umzugsservice. „Dazu gehören aber auch die Wasser­ und Lüftungsinstallation oder das Durchführen von Elektroinstallationsarbeiten“, erzählt Stephan. „Jeder Tag sieht anders aus. Ich trage und montiere nicht nur Möbel, sondern muss auch gut planen können. Denn Küchen zum Beispiel müssen genau auf die Wünsche der Kunden und die Größe des Raumes geplant werden. Und ich muss wissen, welche Möbel wann wohin müssen. Nur so kann ich die Ladung meines LKW oder Transporters genau planen und mir unnötiges Umpacken ersparen.“

„Mein Arbeitstag beginnt oft sehr früh im Lager. Hier stelle ich Lieferungen zusammen und verlade sie. Danach erfolgen die Routenplanung und die Lieferung an den Kunden.“ Vor Ort wird ausgepackt, montiert und aufgebaut. Auch elektronische Geräte und Sanitäranlagen gehören in den Aufgabenbereich. „Wenn dann etwas nicht richtig passt, muss man nachbessern.“ Ist alles montiert, ist aber noch lange nicht Feierabend. Zurück im Betrieb werden die Verpackung entsorgt und Formalien erledigt. „Manchmal dauern Küchen­ und Möbelaufbau länger, dann arbeitet man so lange, bis alles fertig ist, egal wie spät es ist.“ Körperliche Fitness, logisches Denkvermögen, Planungs­ und Organisationsvermögen und räumliches Vorstellungsvermögen sind somit Voraussetzungen für diese Ausbildung. Maßarbeit, handwerkliches Geschick und Teamfähigkeit sind ebenso sehr wichtig!“

An der Berufsschule in Erfurt lernte Stephan die Grundlagen seines Berufes. „Ich habe alles über die verschiedenen Holzarten gelernt, Werkzeugkunde, die Planung von Küchen und den Umgang mit den jeweiligen Computerprogrammen sowie Angebots­ und Rechnungsstellung.“ Darüber hinaus alles über Logistik, Ladungssicherung, Wasseranschlüsse, die Elektrik und Schaltungsbau. Im Betrieb wurde das Gelernte sofort umgesetzt. „Ich habe von Anfang an mit angepackt – so lernt man am schnellsten.“

Bevor du diese Ausbildung beginnst, solltest du dir im Klaren sein, dass du dir einen Job aussuchst, bei dem du nie stillstehst. „Während meines Arbeitstages stehe und knie ich sehr viel! Oft ist es auch so, dass schwere Möbel nicht nur in die erste, sondern sechste Etage getragen werden müssen oder auch wieder nach unten. Genauso wenig darf man auf die Uhr schauen. Nicht immer ist es möglich, pünktlich in die Mittagspause zu gehen oder Feierabend zu machen. Eine kleine Mahlzeit gibt es oft im Transporter oder mit Glück ein Schnittchen und Kaffee beim Kunden. Wer aber gerne handwerklich aktiv ist und sich über täglich neue Herausforderungen und das Lächeln der Kunden freut, liegt mit diesem Beruf richtig.“

Nach der Ausbildung gibt es verschiedene Wege für dich. „Nach drei Jahren bist du Facharbeiter und kannst wie ich dein eigenes Team leiten.“ Mit Abitur kannst du ein Ingenieursstudium anschließen oder wenn du dich kaufmännisch interessierst, den Betriebswirt für Möbelhandel anhängen oder dich auch selbstständig machen. (jg)