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31.07.20

Es grünt so grün …

Und das auch noch von allein. In der Natur zumindest. Wenn der Mensch die Natur aber nach seinen Wünschen und Bedürfnissen gestalten möchte, also kultivieren, dann wird da schnell eine Wissenschaft draus. Und die kann studiert werden. Zum Beispiel als Gartenbau an der Fachhochschule Erfurt. Hier geht’s dann allerdings auch nicht um den kleinen Garten hinter Haus, sondern ums große Grün.


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Foto: bnenin-stock.adobe.com

Das Gartenbaustudium in Erfurt beschäftigt sich mit Inhalten zur nachhaltigen Versorgung mit gesunden pflanzlichen Lebensmitteln, also Obst- und Gemüsebau, ebenso wie mit Zierpflanzenbau, Baumschule, Dienstleistungsgartenbau und Einzelhandelsgartenbau. Dabei geht es um Produktion, Züchtung und Vermarktung genauso wie um Technik und Gestaltung und ist so ein bunter Blumenstrauß für alle, die nicht nur den praktischen grünen Daumen haben, sondern sich auch für die naturwissenschaftlichen Grundlagen sowie für ökonomische und ökologische Inhalte interessieren, weil sie später zum Beispiel gärtnerische Großbetriebe leiten wollen.

Zu Beginn des Studiums stehen die Grundlagenfächer im Fokus: Botanik, Pflanzenernährung, Phytomedizin, Pflanzenzüchtung, Gärtnerischer Pflanzenbau, Agrarchemie, Gartenbauökonomik und Gartenbautechnik. Die Theorie ist nicht zu unterschätzen – Studierende mit einer vorangegangenen Gärtnerausbildung haben es hier etwas leichter. Aber bis zum vierten Semester haben auch die Neulinge genug Zeit, um sich mit der Materie vertraut zu machen und sich aus den angebotenen Wahlpflichtmodulen das passende rauszusuchen – ob nun Sonderkulturen oder urbaner Gartenbau. Außerdem kommen im weiteren Verlauf des Studiums vertiefende betriebswirtschaftliche Inhalte und Projektmanagement dazu.

Im fünften Semester geht’s ins Betriebspraktikum, welches auch im Ausland abgeleistet werden kann. Grundsätzlich ist das Gartenbaustudium stark praxisorientiert. Studiert wird unter anderem in einer modernen Gewächshausanlage, auf einem großen Freilandversuchsgelände, in verschiedenen Laboren oder auch in einem Hörsaal mitten in einem Gewächshaus.

Ihren Erfolg ernten können die Studierenden nach sieben Semestern mit Bestehen der Bachelorarbeit. Als Bachelors of Science können sie gärtnerische Betriebe oder Bereiche in Großbetrieben leiten, Leitungsfunktionen im gartenbaulichen Groß- und Einzelhandel übernehmen oder Beratungstätigkeiten ausüben, beispielsweise in der Produktion, der Zulieferindustrie oder im Versuchswesen. Sie können aber auch noch weiter studieren. Ebenfalls an der FH Erfurt wird dazu der dreisemestrige Masterstudiengang „Pflanzenforschungsmanagement“ angeboten. Dieser qualifiziert für das Management wissenschaftlicher Projekte in der Pflanzenforschung an staatlichen wie privaten Forschungseinrichtungen.

Achtung: Vor Beginn des Studiums ist ein mindestens achtwöchiges Vorpraktikum in einem Gärtenbaubetrieb abzuleisten oder eine abgeschlossene gärtnerische Berufsausbildung nachzuweisen. (mü)