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17.06.11

Tierpfleger Forschung und Klinik - Die Mäuseflüsterin

Wenn morgens das Tierhaus in Jena geöffnet wird, beginnt für Juliane ein interessanter Arbeitstag. Denn die 19-Jährige lernt den Beruf der Tierpflegerin für Forschung und Klinik beim Leibniz Institut für Altersforschung. Ihre Schützlinge sind Mäuse, ungefähr 6.500 an der Zahl. „Hauptsächlich geht es darum, dass es den Tieren jederzeit gut geht“, sagt sie. Und das bedeutet eine Menge zu tun für die Auszubildende im zweiten Lehrjahr. An den hunderten Boxen müssen die Wasserflaschen gewechselt und die Nahrung bereitgestellt werden. Dann müssen viele der Mäuse umgesetzt werden, damit ihre Käfige gereinigt werden können. Zumindest dafür gibt es eine eigene Spülkraft. Zusätzlich markiert Juliane die neugeborenen Mäuse mit einer kleinen Tätowierung am Fuß und entnimmt ihnen eine Mini-Spitze ihres Schwanzes, damit Julianes´ Kollegen den so genannten Genotyp bestimmen können.


Foto: Leibniz Institut für Altersforschung

Ab und zu muss sie die Tiere auch für Versuche von Wissenschaftlern vorbereiten und sitzt danach bei ihnen, bis sie wieder aus der Narkose erwacht sind. „Das ist wie im Krankenhaus bei einem Menschen auch“, sagt Juliane. Sie lernt außerdem, wie sie einer Maus Blut entnimmt und wie Medikamente verabreicht werden. Der Job ist genau das, was sie sich vorgestellt hat. Zu keiner Zeit hat sie bisher bereut, nicht Tierärztin – ihr früherer Wunsch – studiert zu haben.

 

Gearbeitet hat sie auch schon mit Schafen, Schweinen, Kaninchen und Ratten. Die Ausbildung ist so angelegt, dass sie danach mit jedem Tier arbeiten kann – in der Forschung und auch in der Tierklinik. (rw)

 

 

WiYou-Tipp: Wenn du dich für diesen Beruf interessierst, dann musst du nach Jena schauen. Nur im Leibniz-Institut und an der Uni Jena wird er ausgebildet. Und guter Nachwuchs wird immer gesucht.