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26.09.18

Das hat mehr Wert - BWL Steuern und Rechnungswesen (duales Studium)

Steuern sind öffentlich­rechtliche Abgaben, die man zahlen muss, ohne eine direkte individuelle Gegenleistung zu bekommen. Klingt ja erstmal nicht so toll. Und während Steuern früher auch noch in Naturalien gezahlt werden konnten, sind es reine Finanzströme. Und die fließen in den verschiedensten (Wirtschafts­)Bereichen. Während die private Steuererklärung mit ein bisschen Übung und einer entsprechenden Software auch jeder allein erledigen kann,brauchen Geschäfte und Unternehmen Fachleute, die sich mit allem rund um Steuern auskennen. Das sind dann zum Beispiel die Absolventen des dualen Studiums Betriebswirtschaftslehre Steuern und Rechnungswesen an der IUBH.


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Foto: magele­picture ­ stock.adobe.com

Wer schon mal seine Eltern über der jährlichen Steuererklärung schwitzen sah, hat vielleicht erstmal sehr viel Respekt vor diesem Fachgebiet – mit Recht. Steuerwesen ist nicht ohne – und ein gewisses Grundtalent für das Jonglieren mit Zahlen, analytisches Denken und Interesse an Recht und Gesetz sollten Studierende des Studiengangs BWL Steuern und Rechnungswesen in jedem Fall mitbringen.

Das Studium gliedert sich in verschiedene Fächer. Das sind unter anderem Einkommensteuer, Jahresabschluss, Körperschaft­- und Gewerbesteuern, Verkehrssteuern, Grundlagen des Controllings, Unternehmensbewertung und Corporate Governance und Compliance. Jedes einzelne Fach beschäftigt sich mit den jeweiligen Grundlagen und speziellen Inhalten wie im Bereich Einkommenssteuern beispielsweise Umfang und Ermittlung der Gewinn ein ­ kunfts arten und Überschusseinkunftsarten, Berechnung des Gesamtbetrags der Einkünfte und des zu versteuernden Einkommens, Veranlagungsarten und Steuertarif sowie Erhebungsformen und Zuschlagsteuern.

Neben den Fächern, die für alle verpflichtend sind, gibt es drei Vertiefungsrichtungen: Accounting und Controlling, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Hier wird sinnvollerweise nach späteren beruflichen Zielen ausgewählt. Um allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsmathematik, Volkswirtschaftslehre sowie Datenverarbeitung und Statistik kommt man allerdings in keiner Vertiefungsrichtung herum. Und auch ohne Businessenglisch und Projektmanagement geht’s nicht. Der Stundenplan ist damit ordentlich vollgepackt und auch über die Veranstaltungen an der Hochschule hinaus sollte man mal in dieBücher gucken, wenn man kein Wirtschaftsgenie ist und den Anschluss nicht verlieren möchte.

Doch wer jetzt Angst vor zu viel Theorie hat, der fühle sich an dieser Stelle beruhigt: Durch das duale Studium gibt es zwar jede Menge Theorie, die kann aber auch gleich in der Praxis angewendet werden – denn es wird regelmäßig zwischen Theorie in der Hochschule und praktischer Ausbildung in einem Unternehmen gewechselt. Das bringt nicht nur Abwechslung in den Studienalltag, sondern hilft natürlich auch beim Verinnerlichen der Inhalte. Die praktischen Tätigkeiten, die während des Studium erlernt werden, sind zum Beispiel das selbstständige Bearbeiten von Steuererklärungen, das Prüfen von Steuerbescheiden und die Vorbereitung von Jahresabschlüssen und Geschäfts berichten. Dual heißt natürlich auch, dass weniger Zeit bleibt, um auf der faulen Haut zu liegen und das Studentenleben zu genießen, dafür hat man neben gewonnener Erfahrung schon einen Fuß in der Praxistür und fängt nach dem Studium nicht bei Null an.

Das Studium dauert dreieinhalb Jahre und schließt mit dem Bachelor of Arts ab. Absolventen sind dann in der Lage, alle finanziellen Entscheidungen, Strategien und Prozesse in Unternehmen zu verstehen und zu gestalten. Wenn ihnen das noch nicht reicht, können sie sich mit einem anschließenden Masterstudium weiterqualifizieren. (mü)