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15.05.20

BWL Fachrichtung Digital Solutions Management (Duales Studium)

Es muss nicht immer ein Vollzeitstudium voll grauer Theorie sein. Dank dualen Studiums hast du die Möglichkeit, eine Mischung aus Studium und Ausbildung zu absolvieren. Das geht an dualen Hochschulen oder an Berufsakademien in unterschiedlichen Studiengängen. Zum Beispiel im sozialen Bereich, aber auch in technischen oder betriebswirtschaftlichen Richtungen.


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Foto: X-Case

Wenn Yann morgens in sein Büro geht, schaltet er seinen Computer an und setzt sich an sein derzeitiges IT-­Projekt.Er arbeitet im Bereich Business Intelligence bei der X-­CASE GmbH in Ilmenau, einem Beratungsunternehmen für SAP-­Software, also einer Software, die in unzähligen Unternehmen zur Verwaltung verschiedenster Prozesse eingesetzt wird. Yanns derzeitiger Job ist es, für einige dieser Unternehmen Abfragen zu programmieren, mit denen sie Daten aus ihrem SAP­-System ziehen können, um dann wieder neue Entscheidungen und Strategien abzuleiten. In Yanns Sprache klingt das alles viel technischer: „Da werden Daten in ein DataWarehouse geladen, transformiert und über Queries den Fachanwendern zur Verfügung gestellt.“

Das Besondere an Yanns Situation im Job ist allerdings, dass er eigentlich dualer Studierender ist. Das heißt, die Firma X-­CASE ist sein Praxispartner, der die praktische Ausbildung übernimmt und ihm auch finanziell das Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Digital Solutions Management ermöglicht. Das wiederum findet an der Internationalen Berufsakademie (iba) in Erfurt statt, wo er zwei Tage pro Woche studiert.

Für dieses Studium hat Yann sich entschieden, nachdem er im Vollzeitstudium an der TU Ilmenau nicht richtig weiterkam. Bei der X­-CASE hat er zu der Zeit schon gejobbt. „Jetzt ist alles strukturierter“, sagt er. „Das Studium ist auf das Arbeiten abgestimmt. So funktioniert mein Zeitmanagement besser.“ Und das ist wichtig, denn das Studium ist nicht weniger herausfordernd. In sechs Semestern lernt Yann alle betriebswirtschaftlichen Grundlagen eines Unternehmens kennen. Nach seinem Abschluss wird er sozusagen die Schnittstelle zwischen den Informatikern, die die Software programmieren, und den Auftraggebern, die die Software nutzen möchten. Er wird Projekte leiten, Mitarbeiter führen, Ressourcen planen, die Kommunikation steuern und damit viel Verantwortung tragen. Alle Grundlagen dafür lernt er in der Theorie, kann sie aber gleich in der Praxis anwenden. BWL, Statistik, Marketing, Personalwesen und Buchführung stehen dafür auf seinem Stundenplan, aber eben auch spezielle Fächer wie Wirtschaftsinformatik, Programmierung und Datenbanksysteme.

Yann ist ein vollwertiges Teammitglied und arbeitet an echten Projekten mit. Dabei sitzt er längst nicht nur am PC: „Ich reise zu Kunden, plane mit ihnen die Projekte. Natürlich habe ich als Junior immer einen Senior­Berater dabei, der die Gespräche führt, aber ich kann mich auch schon selbst mit einbringen.“

Im Laufe seines Studiums wird Yann in verschiedenen Bereichen seines Un­ternehmens eingesetzt werden, so dass er mit Erreichen seines Abschlusses problemlos übernommen werden und voll im Job durchstarten kann. Ob er dann noch einen Masterabschluss macht, steht noch nicht fest. Mit dem dualen Studium hat er dann auf jeden Fall die optimale Basis für seine weitere berufliche Entwicklung. (em)