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20.04.18

Bauingenieurswesen (FH Erfurt)

Bau-Bachelor

Was Mauerer machen, ist klar. Was Architekten machen, eigentlich auch. Aber Bauingenieure? Nun, während sich Architekten mehr um die Gestaltung kümmern, steht bei den Bauingenieuren die Bautechnik im Mittelpunkt. Sie beschäftigen sich mit der Umsetzung. Das heißt, sie prüfen zum Beispiel, ob das, was die Architekten planen, überhaupt technisch machbar ist. Damit tragen sie eine ziemlich große Verantwortung. Der werden sie nur gerecht, wenn sie ausreichend Fachkenntnisse, zum Beispiel zu Statik und Geologie und Materialwissenschaft, besitzen. Vermittelt werden diese unter anderem im Studiengang Bauingenieurwesen an der FH Erfurt.


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Foto: ©tomhanisch ­ stock.adobe.com

Künftige Bauingenieure beginnen an der FH Erfurt mit dem Bachelorstudiengang. Dieser dauert insgesamt sieben Semester und startet mit den naturwissenschaftlich­-technischen Grundlagen. Ingenieurmathematik, Baukonstruktion, Baustoffkunde und Baumechanik ebenso wie Wirtschaft und Recht prägen das erste Studienjahr. Außerdem wird an die Arbeit mit den CAD-­Anwendungen herangeführt. Studiert wird in sogenannten Modulen. Diese bestehen aus einzelnen Veranstaltungen, wie Vorlesungen und Übungen sowie praktischen Laborarbeiten.

Im Laufe des Studiums werden die Fachgebiete erweitert und vertieft. Dann geht es neben Bauphysik unter anderem auch um Fertigungstechnik, Straßenwesen, Bodenmechanik, Vermessungskunde, Massivbau und Baubetriebswirtschaft. Im sechsten Semester wird es noch spezieller: Aus "Baubetrieb und Projektmanagement", "Konstruktiver Ingenieurbau und Sanierung" und "Verkehr, Wasser und Umwelt" wird eine Vertiefung gewählt.

Im siebten Semester gibt's durch ein zwölfwöchiges Ingenieurpraktikum einen Einblick in den Berufsalltag der Bauingenieure bevor mit der Bachelorarbeit ein erster berufsqualifizierender Studienabschluss erworben werden kann. Wem der Bachelor of Engineering nicht ausreicht, der kann sich damit für den dreisemestrigen Masterstudiengang bewerben. Hier wird entweder im Bereich "Konstruktiver Ingenieurbau" oder "Tiefbau, Management und urbane Infrastruktur" ein Abschluss erworben, der den Zugang zum höheren öffentlichen Dienst und zur Promotion ermöglicht.

Zu viel Theorie? An der FH Erfurt gibt es für die, die besonderen Wert auf eine praxisnahe Hochschulausbildung legen, die Möglichkeit, Bauingenieurwesen als duales Studium zu absolvieren. Dann findet die Ausbildung an der FH und in einem Ausbildungsbetrieb statt, wobei die Studierenden über den Betrieb angestellt sind und auch eine Ausbildungsvergütung erhalten. Für Veranstaltungen an der FH werden sie freigestellt, dafür geht es in den vorlesungsfreien Zeiten zum Praxiseinsatz ins Unternehmen. Neben der Hochschulzugangsberechtigung muss für die Aufnahme des dualen Studiums auch ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorliegen und ebenda ein sechswöchiges Vorpraktikum begonnen haben. Ob dual oder "traditionell" ausgebildet, Bauingenieure arbeiten in Bau ­ unternehmen, in Ingenieurbüros, im öffentlichen Dienst in Bauämtern, als Gutachter, ebenso wie in Immobilienentwicklungs­- und Verwaltungsgesellschaften oder als freiberufliche Bau­- und Projektleiter. (mü)