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13.12.20

Automobilkaufleute: Alles Einzelstücke - #whatyouwant

Wenn man sich für Autos und Technik interessiert und den für sich passenden Beruf sucht, kommt man schnell auf KFZ-Mechatroniker. „Das war bei mir auch so“, erzählt die 19-jährige Sara aus Gotha. „Ich habe mich dann aber doch für die Ausbildung zur Automobilkauffrau entschieden, weil sie mir mehr Weiterbildungsmöglichkeiten bietet. „Ich habe während der Schule ein Praktikum im Autohaus gemacht und mich da gleich so wohl gefühlt, dass ich wusste, hier möchte ich wachsen, das ist genau meins.“ Sie absolviert ihre 3-jährige Ausbildung im AHG Autohaus in Gotha.


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Foto: privat

In einem Autohaus gibt es verschiedene Arbeitsbereiche, die aber alle ineinandergreifen. „Ich war als erstes in der Disposition Gebrauchtwagen. Da geht es um An- und Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen. Danach war ich im Service am Tresen. Dort empfängt man die Kunden, nimmt Telefonate an, legt Kundentermine an, kümmert sich um Unterlagen und zum Beispiel die Umweltplaketten und um den Hol- und Bringservice.“ Als nächstes gings für Sara dann in den Verkauf, wo Verkaufs-, Finanzierungs- und Leasingverträge erstellt werden. Außerdem finden hier die Verkaufsgespräche statt. Auch bei diesen durfte sie schon dabei sein. „Das hat mich wirklich fasziniert. Jeder Kunde ist anders, hat seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen.“

 

Auf persönlichen Wunsch wurde Sara für zwei Wochen in der Werkstatt eingesetzt. „Das ist für mich nach wie vor sehr spannend. Aber wirklich nicht so einfach und ich komme da schon an meine Grenzen, wenn ich bei einem VW Crafter die Reifen wechseln muss.“ Außerdem müsse man auch lernen, sich unter den Männern zu behaupten. „Spaß gemacht hat es trotzdem und ich bin froh, dass ich hier die Möglichkeit habe, auch mein technisches Interesse auszuleben.“

 

Zurzeit ist Sara in der Disposition Neuwagen, wo für die Kunden die Wagen nach Wunsch konfiguriert werden. „Das macht unheimlich viel Spaß. Es ist so viel möglich, jedes Auto ist ein Einzelstuck, das begeistert mich immer wieder.“ Außerdem kümmert Sara sich hier um die Bestellung, Auftragsbestätigung, Rechnung, Auslieferungsvorbereitung und Zulassung der Fahrzeuge. „Das ist vielfältig und gefällt mir auch sehr gut. Hier würde ich gern auch nach meiner Ausbildung eingesetzt werden.“ Bis es so weit ist, wartet aber auch noch die Finanzbuchhaltung. „Das ist wirklich eher ein kaufmännischer Beruf, was sich auch in der Berufsschule bemerkbar macht. Es geht vorrangig um Buchhaltung, Verkauf, Marketing, Versicherungen, Personalwesen und Datenschutz. Aber zusätzlich auch um technische Inhalte, wie Aufbau und Funktionsweise der Fahrzeugbauteile. Dafür fand extra Unterricht an einer technischen Schule statt.“

 

Den Umgang mit Kunden übt Sara in Rollenspielen mit ihren Mitschülern. „Ich lerne auch viel von meinen Kollegen. Ich habe das Glück, dass ich schon immer gern mit Menschen geredet habe und offen auf andere zugehe. Das ist in diesem Beruf hilfreich.“ Wichtig sei aber auch, es wirklich zu wollen. „Natürlich muss man sich auch seiner Verantwortung bewusst sein. Gerade am Anfang hatte ich Angst, beim Schreiben der Rechnungen und Aufträge Zahlen zu verwechseln oder etwas zu vergessen – hier geht es schließlich um wirklich hohe Beträge. Aber mit der Zeit werde ich sicherer und ich habe hier auch immer jemanden, der mir hilft, wenn ich mal nicht weiterkomme.“ 

 

Mit einer kaufmännischen Ausbildung hat Sara später viele Einsatzmöglichkeiten. Sie musste auch nicht im Autohaus bleiben und konnte in die Verwaltung gehen oder sich doch mehr auf den technischen Bereich spezialisieren. „Ich möchte aber erstmal auf jeden Fall im Autohaus bleiben, ich habe hier das gefunden, was mir wirklich Freude macht und mich erfüllt.“ (mü)