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15.01.18

Wirtschaftsingenieur Eisenbahnwesen (FH Erfurt)

Mit Zug zum Abschluss

Auch schon von der neuen schnellen Mitte Deutschlands gehört? Dabei geht es um Erfurt als ICE-Knotenpunkt. Rund zwei Stunden braucht man von hier aus auf der Schiene nach Berlin, München, Frankfurt oder Dresden. Allerdings nur, wenn das mit der Planung auch hinhaut – und das wiederrum heißt, dass die, die für Planung und Organisation verantwortlich sind, ihren Job können. Was sie dabei alles beachten müssen, lernen sie zum Beispiel im Studiengang Wirtschaftsingenieur Eisenbahnwesen, der in Kooperation mit der DB Netz AG deutschlandweit nur einmal angeboten wird, und zwar: natürlich in der schnellen Mitte Deutschlands.



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Foto: © Cienpies Design&Communicationstock.

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Das Studium Wirtschaftsingenieur Eisenbahnwesen an der Fachhochschule Erfurt ist auf sechs Semester Regelstudienzeit ausgelegt und setzt neben der der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung ein zwölfwöchiges Vorpraktikum voraus. Dieses sollte zwar schon vor Beginn des Studiums abgeleistet werden, kann aber auch noch bis zum Ende des zweiten Semesters nachgeholt werden. Im Mittelpunkt des Studiums stehen Technik, betriebliche Organisation und Kontrolle der verschiedenen Teilsysteme von Bahnbetrieb und Infrastruktur und deren Zusammenwirken. Das heißt nichts anderes als: Hier geht es um alles, was auf der Schiene passiert. Die Absolventen des Studiengangs sollen in der Lage sein, diese Zusammenhänge von Wirtschaft, Technik und Planung zu erkennen und zu steuern.

Los geht es mit zwei Semestern Orientierungsstudium. Hier werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen aufgefrischt und erweitert. Außerdem kommen Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Investition und Finanzierung, Verkehr, Eisenbahnwesen, Bahnbetrieb und Grundlagen Recht dazu. Das ist schon recht umfangreich und sollte den Ersti erschrecken, der auf ein entspanntes Ich-sitz-hier-die-Zeit-ab-Studium gehofft hat. Außerdem sollten sich die persönlichen Interessen sowohl auf die technischen als auch auf die wirtschaftlichen Inhalte erstrecken, damit das Studieren nicht zur Qual wird. Wer die erste Studienphase erfolgreich meistert, entscheidet sich mit dem Eintritt in das dritte Semester für eine der zwei Vertiefungsrichtungen: Im Bereich Bahnbetrieb und Infrastruktur geht es um Betriebsführung im Eisenbahnwesen sowie um Betriebliche Infrastrukturplanung und -simulation. Planung von Eisenbahnverkehren beinhaltet vor allem die Themen Verkehr und Umwelt und Öffentlicher Personennahverkehr. Außerdem kommen für beide Vertiefungsrichtungen Transportwirtschaft, Verkehrspolitik, Fahrdynamik/Fahrplankonstruktion, Infrastrukturplanung und bau, Leit- und Sicherungstechnik, Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Schienenfahrzeugtechnik, Leistungen im Schienenpersonenverkehr, Leistungen im Schienengüterverkehr und die Gestaltung des europäischen Bahnsystems dazu.

Die Besonderheit des Studiums an der FH Erfurt ist die enge Anbindung an die Praxis. Es gibt nicht nur ein Praxissemester, sondern über das gesamte Studium hinweg werden grundlegende Fähig- und Fertigkeiten am Eisenbahnbetriebsfeld der Staatlichen Fachschule Gotha praktisch erlernt und trainiert. Wem das noch nicht praktisch genug ist, der hat die Möglichkeit, den Studiengang Eisenbahnwesen dual zu studieren. Dieser dauert mit vier Jahren zwar länger als das „normale“ Studium, dafür gibt es aber auch gleich zwei Abschlüsse – den Eisenbahner im Betriebsdienst Fachrichtung Fahrweg und zum Studienabschluss den Bachelor. (mü)