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19.02.18

Pflege, duales Studium (EAH Jena)

Gepflegt zu zwei Abschlüssen

  Wer eine Ausbildung im Bereich Pflege sucht, wird vermutlich Krankenhäuser, gemeinnützige Träger und Pflegeeinrichtungen auf dem Schirm haben. Wer sich schon ein bisschen intensiver mit diesem Thema beschäftigt hat, denkt sicher auch schon an die Berufsfachschulen, die in diesen Bereichen ausbilden. Aber dass auch der Weg über ein Studium möglich ist, wissen immer noch die Wenigsten. Ja, richtig gelesen. Nicht nur angehende Ärzte studieren, sondern auch das Pflegepersonal. So zum Beispiel an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena.



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Bild: Foto: ©Robert Kneschke stock.adobe.com

Einen Beruf, für den Theorie zwar wichtig ist, bei dem es aber mindestens genauso sehr auf das Arbeiten mit Menschen ankommt, nur im Hörsaal zu erlernen klingt erstmal nach nicht so einer guten Idee. Wenn man sich allerdings mit den vielen neuen Studiengängen, die es in diesen Bereichen gibt, beschäftigt, wird schnell klar, dass die Praxis inzwischen ein fester Bestandteil der Studieninhalte ist. Das gilt besonders für das duale Studium, so wie zum Beispiel im Bereich Pflege an der EAH Jena. Der Bachelorstudiengang Pflege ist als dualer primärqualifizierender Studiengang angelegt. Das heißt, er verbindet Studium und Berufsausbildung. Er dauert zwar länger als die „herkömmliche“ berufliche Ausbildung, dafür hat man nach den acht Semestern auch nicht nur den Abschluss als staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpfleger, sondern auch den akademischen Grad eines Bachelors of Scienes.

Was das für den Ablauf des Studiums bedeutet? Dass man eben nicht nur im Hörsaal sitzt. Der erste Studienabschnitt, der die ersten sechs Semester umfasst, besteht aus zwölf Studienmodulen und sechs Praxisphasen. Die Module an der Hochschule beinhalten die Bereiche Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und Pflege. Außerdem werden auch hier schon praktische Fähigkeiten, die Skills, im Skillslab, geübt. Die „richtigen“ Praxisphasen betragen 2500 Stunden und werden in einer Einrichtung des Gesundheits- und Sozialwesens abgeleistet. Mit dieser besteht dann auch ein richtiger Ausbildungsvertrag. Die Inhalte der Praxiseinsätze sind in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Gesundheits- und Krankenpfleger geregelt. Durch die Verknüpfung von theoretischen Kenntnissen und praktischen Fähigkeiten sollen die Studierenden lernen, selbstständig Pflege wissenschaftlich fundiert ausüben können. Am Ende des sechsten Semesters geht es zur berufszulassenden Prüfung.

Das siebte und achte Semester bilden im Anschluss den zweiten Studienabschnitt. Hier geht es um die Vertiefung, Konkretisierung und Erweiterung der im ersten Studienabschnitt erworbenen Kompetenzen und Wissensinhalte. Das Ziel dieses Ausbildungsteils ist es, die Studierenden für weitere Aufgaben zu qualifizieren, so zum Beispiel für Leitungspositionen sowie für die Bereiche Forschung und Management. Abgeschlossen wird mit der Bachelorarbeit.

Für diejenigen, die sich an der Hochschule so wohl fühlen, dass sie noch weiterstudieren möchten, bietet sich ein Masterstudium an. Die EAH Jena bietet hier unter anderem Pflegewissenschaft/Pflegemanagement an. Voraussetzung für die Zulassung zum dualen Studium Pflege ist die Hochschulreife und ein Ausbildungsvertrag mit einem ausbildenden Krankenhaus. (mü)