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< 210 Millionen Euro für Thüringen
15.12.14

Maschinenbau (Überblick)

Du siehst einen Toaster und denkst eher an einen Schraubendreher, statt an eine Scheibe Weißbrot? Und ohne Rücksicht auf Verluste nimmst du schon mal das ein oder andere Haushaltsgerät auseinander – denn Apparate und Maschinen sind einfach deine Leidenschaft? Aber du willst nicht nur hier und da ein bisschen rumschrauben, sondern auch genau wissen, was dahintersteckt? Welche Rädchen sich drehen und mit welchem Antrieb Maschinen überhaupt zum Laufen gebracht werden? Dann ab mit dir zur UNI oder FH und los geht’s mit dem Studium Maschinenbau.


Foto: IrisArt/fotolia

Ein Maschinenbaustudium sorgt nämlich nicht nur dafür, dass du einen Toaster wieder funktionstüchtig zusammenschrauben kannst: Als Maschinenbauingenieur planst, konstruierst, baust und bedienst du Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge aller Art. Auch Instandhaltung, Wartung und Qualitäts sicherung von technischen Systemen und komplexen Anlagen zählen dann zu deinen Aufgaben.
Wo du damit später arbeitest? In Betrieben des Maschinen und Anlagenbaus sowie des Elektromaschinen- und Fahrzeugbaus oder in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Energieversorgungsunternehmen, aber auch Hersteller von Geräten der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder der Medizintechnik eröffnen weitere Tätigkeitsfelder.
Ebenso kommen Ingenieurbüros für technische Fachplanung als Arbeitgeber in Frage. Darüber hinaus finden sich Beschäftigungsmöglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung, an Hochschulen, in der Forschung und Entwicklung oder in der technischen Untersuchung und Beratung. Deine Einsatzmöglichkeiten sind wirklich vielfältig.
Das wäre was für dich? Dann los! In Thüringen studierst du Maschinenbau an der Technischen Universität Ilmenau und an den Fachhochschulen in Jena und Schmalkalden. Ob an Uni oder FH, als eine der traditionellsten Ingenieurwissenschaften beinhaltet dieser Studiengang einen abwechslungsreichen, praxisbezogenen Lehrplan. Dir sollte allerdings der Physikunterricht liegen, und in Mathe solltest du auch mehr als nur Bahnhof verstehen – schließlich bilden diese beiden Fächer die Grundlage der Ausbildung. Dazu kommen dann Werkstoffwissenschaft, technische Thermodynamik, technische Dynamik, Mess- und Regelungstechnik, Antriebs- und Konstruktionstechnik. Betriebswirtschaftliche Inhalte komplettieren den umfassenden Studieninhalt. Zwar ist der Maschinenbau an sich ein klassischer Studiengang, aber auch hier geht man mit der Zeit. Das heißt: Ein großer Teil der Arbeit findet heute am Computer statt.
Damit dir bei der zum Teil doch schweren Kost nicht die Lust vergeht, bekommst du während des Studiums die Möglichkeit, dein gesammeltes Wissen auch einmal in der „wirklichen Welt“ anzuwenden. Das so genannte Praxissemester führt dich von der Hochschule weg, direkt in die Unternehmen, die im Maschinenbau tätig sind. Wo genau du dabei landest, hängt von deinen Interessen und späteren beruflichen Plänen ab. Du kannst so auch schon potenzielle Arbeitgeber kennenlernen.
In sieben Semestern – inklusive des Praxissemesters – erlangst du dann mit dem Bachelor of Engineering (B. Eng.) einen berufsqualifizierenden Abschluss. Du willst mehr? Dann schließt du noch drei Semester an, vertiefst deine Kenntnisse in Bereichen wie Feinwerktechnik, Mechatronik, Optik, Lichttechnik, Mess-, Sensor- und Antriebstechnik, Mikro- und Feinbearbeitung, Mikrosystemtechnik, Nanotechnik oder auch Thermodynamik und Ergonomie und wirst nach erfolgreichem Abschluss Master of Science. (mü)