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14.10.13

BWL Studienrichtung Tourismuswirtschaft (BA Eisenach)

Typisch Touri – das heißt Tennissocken in Sommersandalen, Kamera stets im Anschlag und Handtuchgefecht am Liegestuhl. Was aber Tourist mit Wirtschaft zu tun hat? Geht´s da um die Kneipen am Ballermann? Oder um den Verkauf von überteuerten Souvenirs rund um den Eifelturm? Vielleicht. In jeden Fall ist es aber eine Studienrichtung an der Staatlichen Studienakademie in Eisenach.


Foto: milkovasa/fotolia.de

Irgendwie klingt aber doch alles, was mit Tourismus zu tun hat, ein bisschen nach Urlaub. Gut, das ist auch hier nicht ganz falsch, es geht natürlich schon um Reisen, die Reisebranche, das Gastgewerbe und die Freizeitwirtschaft – Nur dürfen eben nicht die Studenten selbst ihre Koffer packen und die Seele baumeln lassen. Denn sie erwartet ein gut gefülltes Kontrastprogramm im Mix aus Theorie und Praxis – in Eisenach wird dual studiert.


Die Tourismuswirtschaft wird dabei als Studienrichtung in dem Studiengang Betriebswirtschaft angeboten. Das heißt, die ökonomischen Inhalte stehen im Mittelpunkt. So startet die Ausbildung an der Hochschule mit den Grundlagen der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre. Dazu kommen noch Buchführung, Englisch und Mathe. Nach zwölf Wochen wird in die Praxis gewechselt. Ein passendes Ausbildungsunternehmen dafür muss sich jeder selbst bis zum Studienbeginn gesucht haben. Das können zum Beispiel Hotels und Gaststättenbetriebe, Agenturen von Reiseveranstaltern, Freizeiteinrichtungen, touristische Vermarktungsgesellschaften, Unternehmen der Kur- und Bäderwirtschaft, touristische Verkehrsbetriebe, Fremdenverkehrsbehörden oder auch Eventagenturen sein. Dort wird dann für ebenfalls zwölf Wochen
praktisch ausgebildet.


Dieser Wechsel findet auch in den übrigen fünf der insgesamt sechs Studiensemester statt. Eine Doppelbelastung, die kaum etwas mit Erholung zu tun hat: Die studentenfreundlichen langen Semesterferien fallen bei diesem Studienmodell aus. So geht es nach den ersten 24 Wochen ohne große Pause ins zweite Semester. Die Theorie wird weitergeführt mit Marketing, Hotelmanagement, Statistik, Kosten- und Leistungsrechnung und Verkaufsgesprächsführung. Im dritten folgen Organisation, Personalwirtschaft, Verkehrsträgermanagement, EDV und Recht. Dann ist zwar schon Halbzeit, aber Zeit zum Füße hochlegen bleibt trotzdem nicht, denn auch in der praktischen Ausbildung werden die Aufgaben zunehmen anspruchsvoller und die Verantwortungsbereiche größer.

Es folgen die letzten drei Semester, unter anderem mit Seminaren zu Investition und Finanzierung, Tourismusgeographie, Reisebüromanagement, Bilanzierung, Messe- und Kongressmanagement und Unternehmensführung sowie die Bachelor-Abschlussarbeit.


Die frischgebackenen Absolventen sorgen dann beispielsweise dafür, dass Ferienanlagen wirtschaftlich arbeiten, in Hotels genügend Personal für die Gästebetreuung da ist oder die Reisebusse am richtigen Ort zur richtigen Zeit bereitstehen. Auch kümmern sie sich um Werbemaßnahmen, planen Veranstaltungen und übernehmen Aufgaben im Rechnungswesen. Wer so universell einsetzbar ist, muss aber auch einiges an Voraussetzungen mitbringen, und nicht alles dazu wird im Studium vermittelt. Auf gute Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Organisationstalent, gute Fremdsprachenkenntnisse und ein Händchen für Zahlen achten deshalb schon die ausbildenden Unternehmen bei der Auswahl der Studenten. Dafür besteht nach erfolgreichem Abschluss aber auch eine gute Chance auf Übernahme. (mü)