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02.12.13

Augenoptik/Optometrie (FH Jena)

Siehst du …

… besser durch eine Brille oder mithilfe von Kontaktlinsen, bist du einer der unzähligen Menschen, denen die Augenoptik beziehungsweise die Optometrie geholfen hat, wieder klar zu sehen. Denn beides sind Wissenschaften, die sich mit Sehfunktionen und -störungen beschäftigen. In der Augenoptik geht es dabei um das einzelne Auge als optisches Instrument, während sich die Optometrie mit dem binokularen, also dem beidäugigen Sehen beschäftigt. Die Fachhochschule Jena bietet dazu einen kombinierten Studiengang an.



Foto: Kzenon/fotolia.com

Das Bachelor-Studium Augenoptik/Optometrie dauert mit Abschlussarbeit insgesamt sieben Semester. Die Studieninhalte sind stark von den Naturwissenschaften geprägt. So geht es in den ersten Semestern auch erstmal darum, dich in den Grundlagen von Mathe, Physik, Chemie und Biologie fit zu machen. Dazu gibt es erste fachspezifische Seminare und Vorlesungen zu Physiologie, Biomedizin und Optik, sowie zu Optometrie und Kontaktlinsenanpassung. Mit den folgenden Fachsemestern werden diese Inhalte weiter vertieft und um verschiedene Module erweitert, wie Pharmakologie, Lichttechnik, Statistik, Elektro- und Lasertechnik oder auch Grundlagen der Konstruktion. So geht es im Laufe des Studiums auch um die Techniken zur Anwendung von Geräten und Untersuchungsmethoden.


Damit du dabei nicht nur in Theorie versinkst, warten auf dich zudem zwei Praxisphasen. Dazu wirst du an der FH selbst und in der Augenklinik der Friedrich Schiller Universität eingesetzt, wo du unter anderem lernst, optometrische Untersuchungen an „echten“ Menschen durchzuführen. Die erste Praxisphase zu Beginn des fünften Semesters dauert acht Wochen. Das Reinschnuppern in Einrichtungen oder Unternehmen der Bereiche Optometrie und Kontaktlinse soll dir helfen, dich danach für eine der beiden Vertiefungsrichtungen „Optometrie“ oder „Ophthalmotechnologie“ zu entscheiden. Die „Optometrie“ ist das Richtige für dich, wenn du später in augenoptischen Fachgeschäften, in einer optometrischen Praxis, einem Kontaktlinseninstitut oder einer Low-Vision-Rehabilitationseinrichtung arbeiten möchtest. Zieht es dich dahingegen eher zu ingenieurswissenschaftlichen Inhalten und damit zu den Unternehmen der optischen Industrie, die sich mit ophthalmologischen Geräten und deren Einsatz beschäftigen, ist die „Ophthalmotechnologie“ die passende Spezialisierung für dich.


Für die zweite, zehnwöchige Praxisphase zu Beginn des siebten Semesters suchst du dir eine Praktikumsplatz in Einrichtungen der Optometrie/Kontaktlinse, ophthalmologischklinische Einrichtungen, Industriebetrieben, Einrichtungen der Arbeitsmedizin, der Forschung, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes oder der Rehabilitation. Und dann hast du es auch schon fast geschafft. Denn im zweiten Teil des siebten Semesters wartet „nur“ noch die Bachelorthesis, also die Abschlussarbeit, für die du eine wissenschaftliche Fragestellung selbstständig bearbeitest.


Was du als Bachelor of Science dann kannst? Nun, zum Beispiel Fehlsichtigkeiten erkennen, bestimmen und korrigieren; Sehhilfen anpassen und Augenkrankheiten abgrenzen. Und du kannst noch weiter studieren, gleich an der FH Jena: dort wird nämlich auch der Masterstudiengang Optometrie/Vision Science angeboten. Dieser dauert weitere drei Semester, in denen die bisher erlangten Kenntnisse weiter vertieft und spezialisiert werden. Außerdem wirst du in einem vierwöchigen Forschungspraktikum Vorgehensweisen zur Lösung anspruchsvoller Aufgaben aus den Gebieten Optometrie, Kontaktlinse, Low Vision und Ophthalmotechnologie kennenlernen. Im zweiten Semester wirst du zudem lernen, wie Studien nach bestehenden Kriterien zu erstellen, zu bewerten und zu präsentieren sind. Das bereitet dich auf deine Master-Arbeit vor, für die du im dritten Semester selbständig abgegrenzte Forschungsaufgaben bearbeitest. (mü)