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12.06.17

Architektur (Überblick)

Berühmte Baumeister

  Walter Gropius, Antoni Gaudi, Gustave Eiffel – die Namen hast du schon mal gehört, was aber genau diese Menschen gemacht haben, weißt du nicht? Vielleicht helfen dir die Beispiele Pan­Am­Gebäude, La Sagrada Familia oder Eiffelturm weiter. Immernoch nicht? Nun, die drei sind, oder eher waren, heute lebt keiner von ihnen mehr, berühmte Architekten und haben mindestens ebenso berühmte Bauwerke entworfen. Das kann man wissen, muss man aber nicht – es sei denn, man möchte selbst mal Architekt werden, denn Architekturgeschichte gehört zum Architekturstudium dazu – an der FH Erfurt genauso wie an der Uni Weimar.



Studium, Thüringen, Weimar, Erfurt, Architektur

Foto: Iakov Kalinin/fotolia

Wer an der Fachhochschule Erfurt studieren möchte, hat am besten schon ein achtwöchiges Vorpraktikum im Bauhauptgewerbe absolviert oder verfügt über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Bauberuf wie Maurer oder Tischler, die als Praktikum angerechnet werden kann, denn das ist Voraussetzung für das Studium. Wenn das nicht der Fall ist, bleibt noch bis zum Beginn des vierten Fachsemesters Zeit zum Nachholen des Praktikums. Das bedeutet dann allerdings einen engeren Zeitplan und sollte eher eine Notlösung sein. Los geht es für alle mit dem Grundstudium und der Orientierungsprüfung nach dem ersten Semester, die es in Erfurt statt der Eignungsprüfung vor dem Studium gibt. Wer hier seine individuelle Eignung unter Beweis stellen konnte, befasst sich ab dem zweiten Semester vertiefender mit den Bereichen Entwerfen, Darstellen und Gestalten, Konstruieren ebenso wie mit Architekturtheorie und ­geschichte. Dazu kommen im weiteren Studienverlauf Fächer wie Städtebau, Bau-­ und Planungsmanagement und die regelmäßig stattfindenden Kompaktwochen, in denen freie und kreative Themen bearbeitet werden. Das fünfte Semester ist ein Praxissemester und soll durch die Mitarbeit in Architekturbüros einen Einblick in den Berufsalltag geben. Das Studium schließt mit dem sechstens Semester und der Bachelorarbeit ab.

In Weimar ist für die Zulassung zum Bachelor-­Studiengang Architektur neben der Allgemeinen Hochschulreife oder vergleichbarer Abschlüsse der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer hochschulinternen zweistufigen Eignungsfeststellungsprüfung nötig. Ein Vorpraktikum wird nicht verlangt, aber empfohlen und kann sich positiv auf die Eignungsfeststellung auswirken. Das Bachelorstudium dauert hier, wie in Erfurt auch, sechs Semester. Der Fokus liegt auf einer analytischen, kreativen und konstruktiven Ausbildungund soll Kenntnisse und Fertigkeiten in Darstellen und Gestalten, Konstruktion und Technik, Theorie und Geschichte der Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur vermitteln. Mit realen Aufgabenstellungen und fächerübergreifenden Experimenten wird ein stetiger Bezug zur Praxis gefördert. Am Ende des Studiums gibt es den akademischen Grad »Bachelor of Science« (B. Sc.).

Egal wo studiert wird, neben Interesse an Architektur kommt es vor allem auf Kreativität, konstruktives Verständnis, zeichnerische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen an. Ebenso wichtig sind gute Grundlagen in Mathe, Physik und Informatik. Der Bachelor ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss, mit dem Absolventen als Angestellte in einem Architekturbüro arbeiten, aber noch nicht freiberuflich als Architekten tätig sein dürfen. Dafür muss noch der viersemestrige Masterstudiengang absolviert und eine mindestens zweijährige Berufspraxis nachgewiesen werden. (mü)