Wie kommst du zu deinem Führerschein?
Das fragst du dich vielleicht gerade jetzt, weil du auf der Suche nach einer Ausbildung oder einem Job bist oder weil es dein Traumberuf einfach verlangt. Für viele Tätigkeiten ist die Fahrerlaubnis eine notwendige Bedingung, so musst du beispielsweise in den Bereichen des Handwerks oder der Kundenberatung- und betreuung flexibel einsetzbar sein, schnell von Ort zu Ort kommen können.
Aber selbst wenn der Führerschein lediglich „erwünscht“ ist, kannst du dir unter Umständen im Wettkampf mit anderen Bewerbern schon einen Vorsprung verschaffen.
Vielleticht willst du generell nicht mehr auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sein, sondern die Möglichkeit haben, dahin zu fahren, wohin du willst und wann du willst. Bislang nur mit dem Zug erreichbare Ziele außerhalb der Großstädte oder gänzlich fehlende Bahnverbindungen werden dich so nicht mehr stören. WiYou hat für dich viele nützliche Fakten recherchiert, die dir den Weg zum Führer schein ebnen können.
Der Entschluss ist gefasst – und nun? Bis du dir den Fahrtwind um die Nase wehen lassen kannst, musst du noch ein bisschen Geduld haben. Denn mit deiner Entscheidung allein kommst du noch nicht besser vom Fleck. Zuerst müssen noch viele Fragen beantwortet werden: Welche Fahr schule ist die beste für dich? Wie viel wird das Ganze kosten und wie lange dauert es? Und überhaupt … welche Fahrerlaubnisklasse möchtest du erwerben?
Wähle die Fahrschule deines Vertrauens.
Bei der Orientierung kannst du dich auf jeden Fall an Empfehlungen deiner Freunde und Bekannten halten, denn sie werden dir ehrlich sagen, welchen Eindruck ihre Fahrschule auf sie gemacht hat. Haben die Fahrlehrer auf sie kompetent gewirkt, wurden sie von Anfang bis Ende gut betreut? Diese Fragen sind wichtig, denn du wirst in deiner Fahr schule und mit deinem Fahrlehrer einige Zeit verbringen. Genaue Aus künfte erhältst du natürlich vor Ort – ebenso wie einen ersten persönlichen Eindruck bei einer der 640 Fahrschulen Thüringens.
Unterricht in Theorie und Praxis
Grundsätzlich dauert die Fahrschulausbildung für die Fahrerlaubnisklasse B im Schnitt drei bis vier Monate. Hier wirst du zunächst theoretisch über die Bedingungen im Straßenverkehr unterrichtet – du musst für deinen Führerschein also garantiert die Schulbank drücken, bevor du dann ans Lenkrad darfst. Die praktische Schulung erscheint daher aufregender, hier durchläufst du sechs Ausbildungsstufen: von der fahrtechnischen Vorbereitung der Fahrt über Rückwärtsfahren und Wenden bis hin zum vorausschauenden Fahren.
Kosten
Die Gesamtkosten für deine Fahrerlaubnis hängen ganz davon ab, wie viele Übungsstunden letztlich absolviert werden müssen. Zunächst wirst du aber für den theoretischen Unterricht einen festen Grundbetrag und am Ende deiner Ausbildung ebenfalls feste Entgelte für die theoretische wie für die praktische Prüfung entrichten müssen. Außerdem fallen noch ein Kursus „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ und Gebühren bei der Straßenverkehrsbehörde an. Insgesamt werden sich deine Kosten auf etwa 900 bis 1.000 Euro belaufen.
Der Tag der Prüfung
Im letzten Jahr wurden in Deutschland mehr als 1,5 Millionen Führerscheine ausgestellt, der größte Teil davon für die Klasse B, das sind rund zwei Prozent mehr als im Jahr 2007. Laut Kraftfahrt-Bundesamt musste auch nur jeder Vierte noch einmal zur praktischen Prüfung antreten.
Und nun bist also du an der Reihe! Nachdem du all diese Schritte bewältigt, und auf jeden Fall schon einmal die theoretische Prüfung bestanden hast, kommt es nun auf das praktisch Erlernte an. Zu Beginn wird sich dir der Prüfer von der Straßenverkehrsbehörde vorstellen, hier kannst du ihm noch Fragen stellen, bevor er dich über den Prüfungsablauf informiert. Und dann schließlich übernimmst du das Ruder und wendest dein theoretisches Wissen und deine praktischen Kenntnisse an. Der Prüfer ist dazu angehalten, dein gesamtes Fahrverhalten zu bewerten, deshalb wiegen kleine Fehler wie etwa das Vergessen des Schulterblicks nicht so schwer, gröbere wie das Missachten von Vorfahrtsregeln kann er allerdings nicht mehr durchgehen lassen.
Auch schon mit 17 hinters Steuer!
Dass du bei deiner Prüfung noch nicht einmal erwachsen sein musst, beweist der „Führerschein mit 17“, der sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre durchgesetzt hat – Vorreiter war hier Niedersachsen. Damit ist es nun möglich, die Ausbildung vor und die Fahrerlaubnis dann zum 17. Geburtstag zu erhalten. Dies ist – das verrät schon die offizielle Bezeichnung „Begleitetes Fahren“ – natürlich an Auflagen geknüpft, so muss ein erfahrener und mindestens 30-jähriger Begleiter mit im Auto sitzen. Das Projekt hat statistisch gute Ergebnisse erzielt, so sind im vergangenen Jahr fast 20 Prozent weniger Fahranfänger zwischen 18 und 20 Jahren im Straßenverkehr ums Leben gekommen.
Wenn alles gut läuft, kannst du also nach bestandener Prüfung den Führerschein dein Eigen nennen und endlich fahren wohin du willst und wann du willst! Nicht zuletzt hast du nun in der Bewerbung um deinen Traumjob bei deinem möglichen Arbeitsgeber von vornherein schon bessere Karten als diejenigen, die keine Fahrerlaubnis vorweisen können.
Wie komme ich zu meinem Führerschein? – Checkliste
Welche Fahrerlaubnisklasse?
-> Es werden die Klassen A (Krafträder), C (Lastkraftwagen), D (Busse) und noch weitere unterschieden, Personenkraftwagen gehören der Klasse B an.
Welche Fahrschule?
-> Frage deine Freunde und Bekannten, welche Erfahrungen sie mit ihrer Fahrschule gemacht haben, informiere dich im Internet über die Fahrschulen
in deiner Umgebung.
Welchen Umfang haben Theorie- und Praxisschulung?
-> Vorgeschrieben ist die Teilnahme an 14 Theorieeinheiten à 90 Minuten, die Anzahl der Praxiseinheiten variiert, fest sind zumindest fünf Überland-, vier Autobahn- und drei Dunkelfahrten.
Wie viel kostet die Fahrerlaubnis?
-> Grundbetrag für den theoretischen Unterricht 120 bis 150 Euro, die praktische Fahrstunde à 45 Minuten schlägt mit zirka 25 Euro zu Buche, Sonderfahrten mit zirka 30 Euro.
-> Vorstellungsentgelt zur theoretische Prüfung: 25–40 Euro, zur praktischen Prüfung: 50–75 Euro, außerdem erheben die Prüforganisationen jeweils noch 15 Euro und 85 Euro.
-> Kursus „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ zirka 18 Euro und Gebühren bei der Straßenverkehrsbehörde zirka 45 Euro
-> Insgesamt entsteht so ein Betrag von 900 bis 1.000 Euro.
Die Prüfung
-> Die praktische Prüfung, an deren Ende du deine Fahrerlaubnis erhältst, dauert im Schnitt 45 Minuten und wird von einem Prüfer und deinem Fahrlehrer begleitet. (rf)





