vocatium – Bildungsmesse mal anders
Bildungsmesse ist nicht gleich Bildungsmesse. Da gibt es gute und schlechte – das weißt du, wenn du schon mal auf zwei verschiedenen warst. Alle haben aber das gleiche Ziel: Du sollst mit deinen potentiellen späteren Arbeitgebern zusammengebracht werden und dir einen guten Überblick über Ausbildungs- und Studienangebote machen können. Sprich: deine berufliche Orientierung steht im Vordergrund.
Oftmals bekommst du für einen solchen Besuch auf einer Messe sogar Schulfrei, was dazu führt, dass viele einfach in Scharen durch die Gänge voller Aussteller stolpern, ohne sich wirklich Zeit zu nehmen, die Angebote zu checken oder mal hier und da ein paar Fragen los zu werden. Um dem zu begegnen – denn das bringt weder dir noch den Unternehmen etwas – haben sich die Macher der „vocatium“ ein besonderes Modell erdacht.
Im Vorfeld gehen Mitarbeiter direkt in die Schulen und sprechen mit dir und deiner Klasse. Vielleicht war auch bei dir in diesem Jahr schon jemand von der Messe. Hier kannst du deine Wunschtermine angeben. Das heißt, du bestimmst schon vorher, mit welcher Firma du auf der Messe sprechen möchtest. Bis zu vier verschiedene Unternehmensgespräche sind möglich. Danach bekommst du einen genauen Zeitplan und hast natürlich die Möglichkeit, dir bereits im Vorfeld genaue Gedanken zu der Firma zu machen und konkrete Fragen zu stellen. Vier Vorstellungsgespräche an einem Tag sozusagen – wo bekommst du das sonst?
Dieses Konzept ist gut und kommt auch gut an, sagen zumindest Vertreter von Unternehmen und der Politik gleichermaßen. Und auch die Zahlen sprechen für sich. Im vergangenen Jahr fand die vocatium zum ersten Mal in Thüringen statt. Und zwar in Erfurt. 35 Aussteller waren es damals und 982 Schüler hatten sich angemeldet. Dieses Jahr sind es bereits 51 Aussteller und 1.300 Schüler.
Peter Zaiß ist der Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt und führt damit den sechstgrößten privatwirtschaftlichen Betrieb in ganz Thüringen. In seinen heiligen Hallen – dem Atrium – findet die Messe statt. Allein in diesem Jahr sucht er für sich selbst 30 Azubis in den verschiedensten Bereichen und ist von dem Konzept überzeugt. „Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir die vocatium bei uns durchführen“, sagt er.
Und auch Tino Schrapel, Manager Operation der BLG Handelslogistik GmbH begrüßt die Art der Messe. Er sieht gerade zwei große Probleme auf sich und seine Branche – die Logistik – zukommen. Erstens nimmt die Zahl der Bewerber ab, das wisse man aber schon lange. Schlimmer sei aber die Qualität der Bewerber. Die nämlich nehme in den vergangenen Jahren sukzessive ab. Gleichzeitig stiegen aber die Anforderungen an die Azubis. Hatte zum Beispiel eine Fachkraft für Lagerlogistik früher einen Gabelstapler und eine Liste, dann bewegt sich in einem großen Lager heute keine Palette mehr ohne einen Computer. Deshalb sei es für Schüler äußerst wichtig, sich rechtzeitig mit dem Wunschberuf auseinander zu setzen.
Du hast noch bis Mittwoch, den 11. Mai Zeit, dich auf der Messe zu zeigen. Persönliche Termine sind natürlich nicht mehr drin in so kurzer Zeit, aber natürlich bist du dennoch gerne gesehen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei. (rw)
Genaue Infos zu Ort und Zeit erhältst du unter dem folgenden Link:
http://www.erfolg-im-beruf.de/vocatium/inland-messen/erfurt.html
Kategorie: Veranstaltungen





