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27.07.2010 15:16 Alter: 2 yrs

Sie kam, sah und berät nun Kunden


Die 20-jährige Kristina Egert befindet sich gerade im Endspurt ihrer Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten bei der Siemens-Betriebskrankenkasse, eine der zehn größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland mit bundesweit über 80 Geschäftsstellen.

In der Erfurter Geschäftsstelle, in der Johannesstraße 146, empfängt seit zwei Jahren nun auch Kristina die Kunden der SBK und solche, die es werden wollen. Offen, freundlich und damit ganz im Sinne des Unternehmens rückt sie den Kunden in den Mittelpunkt und berät diesen individuell – das nennt sich „integrierte Kundenberatung“, so die Auszubildende. Dies ist eines der Dinge, die sie längst verinnerlicht und über die sie unter anderem mit WiYou gesprochen hat.


Geboren und aufgewachsen in Sachsen war die neue Situation in Thüringen für sie noch gewöhnungsbedürftig, denn die Freunde blieben zurück. Inzwischen steht schon das letzte Lehrjahr an und Kristina hat sich bestens eingelebt, würde gern auch über ihre Ausbildung hinaus bei der SBK bleiben. Ob sich dieser Wunsch realisieren lässt, ist noch offen, denn die Geschäftstelle ist klein und ihr Platz wird ab dem nächsten Jahr mit dem nächsten Lehrling neu besetzt. Dann wird sie vielleicht wieder woanders hingehen müssen, was sie aber gar nicht stört, denn Mobilität und Flexibilität gehören heute einfach dazu, eben auch im Zuge einer Übernahme. Wenn es gut läuft, arbeitet sie dann weiterhin in einer Geschäftsstelle der SBK, wenn nicht in Erfurt, so doch vorzugsweise noch in den neuen Bundesländern. Diese flexible Einstellung ist eine wichtige Voraussetzung, auch schon bei der Bewerbung, in der man sich für eine ganze Region bewirbt.

„Die Beratung liegt mir schon am meisten, weil mir der Kundenkontakt das wichtigste ist. Ich würde daher gern bei der SBK bleiben und lasse mich dann
überraschen, wo es hingeht.“

Kristina kann sich noch genau an den Bewerbungsprozess erinnern; in Berlin musste sie zuerst einen Einstellungstest ablegen, auf den ein ebenfalls mehrstündiger Kommunikationstest im Assessment-Center folgte – dann erst wurde das Bewerbungsgespräch geführt, in dem ihr der Einsatzort Erfurt vorgeschlagen wurde. Nach ihrem Abitur hatte sie eigentlich einmal ein
Lehramt studieren wollen, doch die Ausbildung erschien letztlich attraktiver: „dafür hab ich mich dann entschieden und hab’s auch nicht bereut“.

Die Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten ist in drei Bereiche gegliedert, der hauptsächliche Teil wird in der Geschäftsstelle mit der Kundenberatung und -betreuung abgedeckt, daneben finden mehrere Einsätze in den Versichertenabteilungen statt, die einen mehrwöchigen Aufenthalt an anderen Standorten nötig machen. Kristina lernte so schon zum Beispiel in der Berliner Abteilung für Versicherungsrecht und in der Münchner Abteilung für Arbeitsgeberservice. Der dritte Bereich bezieht sich auf Seminare an der Akademie für die Betriebskrankenkassen, die ebenfalls in Berlin ist.
„Das sind dann insgesamt zehn Einheiten à zwei Wochen. Im Verlauf einer Einheit werden zwei Klausuren geschrieben, hinzu kommen während der ganzen Ausbildung noch zehn Hausarbeiten, die man einschickt.“

 

Im letzten Ausbildungsjahr sind die Kenntnisse und Fertigkeiten dahingehend noch zu vertiefen und routinieren, bis dann schließlich die Abschlussprüfung
vom Bundesversicherungsamt abgenommen wird. Und danach, also bei einer möglichen Übernahme der SBK, würde sich Kristina gern noch höher qualifizieren und die Gelegenheit wahrnehmen, eine Fachwirtausbildung zu absolvieren. (rf)

 

Weiterführender Link:

Hier geht´s zur Website der SBK!

Kategorie: Berufsbilder


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