Rock’n’Roll gegen Rechts!
Neonazis, die aus Thüringen kommen; Fernsehberichte, die Jena als Neonazihochburg abstempeln, Thüringern die sich von Vorwürfen angegriffen fühlen - die Unruhe im Freistaat hast du sicher mitbekommen. Ob gesellschaftlich oder politisch – es wird viel diskutiert, bewertet und verurteilt.
Und es werden Zeichen gesetzt, am 02. Dezember in Jena zum Beispiel. Dann versammeln sich im Rahmen des MDR-Aktionstages gegen rechte Gewalt zum Konzert "Rock’n’Roll Arena in Jena – Für eine bunte Republik Deutschland" namhafte Künstler. Spontan zugesagt haben dafür unter anderem Udo Lindenberg, Peter Maffay, Clueso, Silly, Julia Neigel sowie Tony Krahl von der Band City.
Und auch die Thüringer Politik ist dabei: Thüringens stellvertretender Ministerpräsident Christoph Matschie wird am Konzert teilnehmen. Matschie erklärt dazu: "Ich würde mich freuen, wenn viele Thüringerinnen und Thüringer deutlich machen, dass sie rechte Gewalt und Ideologie ablehnen. Kommen Sie am Freitag nach Jena. Gemeinsam können wir zeigen, wo die Mehrheit der Thüringer steht."
Der Politiker macht deutlich, dass er das Konzert in der Jenaer Oberaue nicht als einmaliges Ereignis sieht. "Ich verstehe das Konzert als Unterstützung für die langjährigen Aktivitäten der Bürgerschaft. Seit vielen Jahren engagieren sich nicht nur in Jena Initiativen und Netzwerke für eine offene Gesellschaft." Es sei wichtig, die Diskussion über gesellschaftliche Werte weiterzuführen. Dazu gehöre auch die Frage, wohin die Reise nicht gehen darf, nämlich nach rechts. "Deshalb brauchen wir ein dauerhaftes Bekenntnis für Toleranz, Weltoffenheit und Antirassismus", so Matschie.(em/mü)
Los geht´s am 02.12.2011 gegen 16 Uhr auf der Wiese in der Oberaue in Jena. Für alle, die nicht dabei sein können, wird das Konzert live auf MDR.DE übertragen.
Kategorie: aktuelles





