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27.07.2010 15:14 Alter: 2 yrs

Planen, beraten, kreativ sein


Ein Bürojob und doch wieder nicht. Am Rechner sitzen und den kreativen Gedanken freien Lauf lassen und gleichzeitig permanenten Kundenkontakt pflegen. Das geht, wie uns Franziska Fischer erzählt hat. Sie lernt Veranstaltungskauffrau bei der SAYS-marketing GmbH in Erfurt und hat dort wirklich interessante Aufgaben. Denn die 23-jährige ist verantwortlich für das Marketing des Thüringen Grammy.


Franziska ist erst im zweiten Lehrjahr und trägt bereits eine große Verantwortung in der Marketingagentur SAYS-marketing. Ihre persönlichen Voraussetzungen prädestinieren sie dafür. Vor ihrer Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau hatte sie schon eine Ausbildung begonnen. Und zwar zur Veranstaltungstechnikerin. „Das ist ein Knochenjob und tatsächlich eher für Männer zu empfehlen“, sagt sie mit Blick auf das zentnerschwere Equipment, was teilweise zu Veranstaltungen bewegt werden muss. Deshalb brach sie die Ausbildung vorzeitig ab, konzentrierte sich aber dennoch weiter auf die Branche. Denn schon während ihres Abiturs hatte sie den Schwerpunkt auf Gestaltungstechnik gelegt. So begann sie zunächst als Promoterin zu jobben, um das angefangene Jahr zu überbrücken. Nach mehreren Jobs unter anderem auch für SAYS-marketing informierte sie sich über das Berufsbild der Veranstaltungskauffrau und bewarb sich daraufhin bei der Marketingagentur.

Dort erkannte man ihr Talent und betraute sie nach anfänglicher Einarbeitungszeit mit dem Projekt Thüringen Grammy. Das erste Jahr arbeitete sie mit einer Mitarbeiterin zusammen, um jetzt nahezu selbständig die gesamte Organisation durchzuführen. Natürlich nicht ganz allein. Sie kann auf die Unterstützung ihrer Chefs bauen. Dennoch steht auf so ziemlich jeder Entscheidung ihr Name. Alle Fäden laufen auf ihrem Tisch zusammen. Da ist zunächst der Veranstalter Rockit e.V., der die große Verantwortung trägt. Wichtig ist außerdem der Hauptsponsor, dessen Wünsche erfüllt werden müssen. Und dann natürlich die ganzen Bands, die koordiniert werden müssen. Das geht am Anfang des Jahres los mit den Bewerbungen. Franziska muss kontrollieren, ob alle Anforderungen erfüllt sind für eine Teilnahme an dem Nachwuchsbandwettbewerb. Das geht bis hin zur Kontrolle auf Verfassungskonformität der Liedtexte. Auch die Technik muss abgestimmt werden. Dafür kommen ihr wieder ihre Vorkenntnisse zu Gute. Nach dem Finale, das in diesem Jahr am 30. Oktober stattfindet, wird dann alles nachbereitet um dann im nächsten Jahr wieder mit dem neuen Thüringen Grammy loszulegen.


Über das ganze Jahr betreut sie so das Projekt, zumindest wenn sie nicht in der Berufsschule ist. Die ist für alle Veranstaltungskaufleute in Thüringen in Rudolstadt. Alle sechs Wochen hat sie zwei Wochen Blockunterricht. Das ist übrigens das einzige, was sie an ihrem Job nicht so mag – der Weg nach Rudolstadt und zurück. Sonst macht ihr aber sogar der Unterricht Spaß. „Er ist absolut auf die Praxis abgestimmt“, sagt Franziska.


Eines solltest du allerdings noch wissen, wenn du dich für die Richtung Veranstaltungswesen interessierst. Bei dem Job hast du wenig Wochenende, jedenfalls wenig zur freien Planung. „Es ist schon ein Unterschied, ob man Partys veranstaltet oder ob man Party macht“, weiß Sirko Panse, einer der Geschäftsführer von SAYS-marketing. Wenn andere feiern, musst du arbeiten, dafür hast du dann allerdings auch einen abwechslungsreichen Job. (rw)

 

Weiterführende Links:

Hier gehts zur Seite von SAYS-marketing»

Kategorie: Berufsbilder


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