Du bist, was du isst - Ernährungswissenschaft
Damit der Mensch leben kann, muss er Nahrung zu sich nehmen. „Gesünder essen und leben“ ist deutlicher Trend. Die Trophologie ist der Studiengang, der sich mit der Beziehung von Nahrung und Mensch auseinandersetzt. Es gibt für dich vielseitige Berufsmöglichkeiten Organisationen, Instituten, Industrie und Medien, wenn du Ernährungswissenschaftler bist. Außerdem kannst du dich in den verschiedensten Bereichen der „Life Sciences“ betätigen – das Feld verspricht viel für die Zukunft!
„Life Sciences“ sind die Lebenswissenschaften, die sich mit den Prozessen und Strukturen von Lebewesen beschäftigen. Eine zentrale Fachdisziplin der Lebenswissenschaften ist die Trophologie. In der Trophologie, was auf deutsch die Ernährungswissenschaft ist, geht es vor allem um die naturwissenschaftlichen Aspekte der Ernährung: Wie sind jeweils Nahrungsmittel und der menschliche Körper beschaffen, was bewirkt welche Ernährung? Was deutet auf eine gute, was auf eine schlechte Ernährung hin? Und was heißt eigentlich „gesunde Ernährung“? Die Trophologie selbst ist eine Naturwissenschaft, die zwischen den Fächern Medizin und Biochemie angesiedelt ist. Wer dieses Fach beherrscht, der kann auch Nahrungsmittel und ihre Zusammensetzung, ihren Nährwert einschätzen.
An der Friedrich-Schiller-Universität Jena kannst du Ernährungswissenschaften sowohl im Diplom- als auch im Bachelor-Studiengang studieren. Im Grundstudium des Diplomstudienganges setzt du dich mit Physik und Biostatistik, Chemie, Biochemie, Genetik und Biochemie der Ernährung auseinander. Den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Körpers zu verstehen ist elementar für alles Weitere und vor allem für das Bestehen der Diplomvorprüfung! Zu den Pflichtfächern des folgenden Hauptstudiums gehört die spezielle Ernährungsphysiologie, in der dein Blick auf Körperleistungen wie Reproduktion, Wachstum, Laktation, Arbeit und Sport geschult wird. Weitere Pflichtfächer sind Humanernährung, Ernährungstoxikologie und Lebensmittelchemie. Hier geht es schon um den Schutz des Verbrauchers, indem Lebensmittel und ihre Rohstoffe im Labor analysiert werden. Auch lernst du die funktionellen Lebensmittel kennen, die also über ihre Ernährungsfunktion hinaus gesundheitlich bedeutsam sind. Ein dreimonatiges Betriebspraktikum ist bis zum neunten Semester zu absolvieren. Das neunte Semester dient dann ausschließlich zur Anfertigung der Diplomarbeit. Dieser Studiengang ist zulassungsbeschränkt, der Bachelor-Studiengang hingegen nicht.
In sechs Semestern des Bachelorstudienganges an der Friedrich-Schiller-Universität eignest du dir die Grundlagen der Ernährung und des menschlichen Stoffwechsels an. Du wirst auf eine Berufstätigkeit auf der mittleren Qualifikationsebene in Unternehmen der Industrie, in Forschungslaboren und in Behörden vorbereitet. Grundlegende Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern und ein generelles Verständnis für naturwissenschaftliche Fragestellungen solltest du mitbringen. Im Bachelor-Studium an der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät beschäftigst du dich dann zunächst mit Physik, Mathematik, Chemie und Biochemie. Hast du erst einmal den „Bachelor of Science“ – Abschluss, kannst du in den Master-Studiengang „Molecular Nutrition“ übergehen, möglicherweise mit Auflagen auch in „Molecular Medicine“ oder „Molecular Life Sciences“ an der Alma mater Jenensis. (rf)
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