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27.01.2012 11:33 Alter: 113 days

Online-Freundschaft – virtueller Kontakt oder reale Beziehung?


Online-Freundschaften werden oft wie reale Freundschaften behandelt. Man verabredet sich zum Chatten, unterhält sich über dies und das oder sucht gemeinsam nach einem Treffpunkt für die nächste Shopping-Tour. Eine Studie des High-Tech-Verbands BITKOM ergab, dass jeder zweite Nutzer eines sozialen Netzwerkes dort sogar schon einmal eine Freundschaft beendet hat. Vor allem Menschen unter 30 Jahren betätigen den Knopf „Freundschaft beenden“. Nur 20 Prozent der über 50-Jährigen haben das schon einmal getan.


Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

Hauptgründe für das Beenden einer Freundschaft sind laut der Studie meistens Streitigkeiten im wahren Leben und Mobbing über Nachrichten und Kommentare. Der Studie zu Folge behandelt die jüngere Generation, anders als die ältere, virtuelle Freundschaften meist ähnlich den realen und pflegt diese über soziale Netzwerke. Anstatt von Angesicht zu Angesicht miteinander zu reden, wie es die ältere Generation gern tut, wird das Wort an den entsprechenden Freund per Pinnwand-Post gerichtet. Posts werden kommentiert und besonders tolle Sätze werden „gefällt-mir-tisiert“.

Obwohl ältere Menschen laut der Umfrage den persönlicheren Kontakt besser finden, weiß BITKOM- Präsident Professor Dieter Kempf: „Soziale Netzwerke im Internet sind keineswegs die oberflächliche und unverbindliche Scheinwelt, als die sie zuweilen gesehen werden. Sie spiegeln selbstverständlich reale menschliche Beziehungen wider.“

 

 

Text: Ulrike Schachtschabel

 

 

Kategorie: aktuelles




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